Wladimir Putin: Putin empfängt slowakischen Ministerpräsidenten Fico

Als einziger EU-Regierungschef ist der linksnationale slowakische Ministerpräsident Fico bei den Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken in Moskau dabei. Putin spricht ihm dafür Lob und Dank aus.

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Wladimir Putin (l) zusammen mit Ex-Verteidigungsminister Sergej Schoigu. (Foto) Suche
Wladimir Putin (l) zusammen mit Ex-Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Bild: picture alliance | Alexander Zemlianichenko

Kremlchef Wladimir Putin hat den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico als einzigen Gast aus der Europäischen Union am Tag des Weltkriegsgedenkens in Russland im Kreml empfangen. Der Kremlchef dankte dem linksnationalen Politiker in dem Gespräch, dessen Anfang übertragen wurde, für den achtsamen Umgang mit Denkmälern und Grabstätten sowjetischer Soldaten. Fico steht wegen des Besuchs in der Kritik.

Putin sicherte Fico zu, dass Russland alles tun werde, um die Energiebedarfe der Slowakei zu erfüllen. Moskau begrüße die Wiederaufnahme der bilateralen Zusammenarbeit. Die Slowakei ist stark abhängig von russischen Öllieferungen und hat deswegen eine auch mit der Ukraine vereinbarte Ausnahme-Erlaubnis von den EU-Sanktionen.

Putin und Fico stoßen an

Beim Kreml-Empfang mit ausländischen Staatsgästen stieß Putin zuerst mit Fico an, wie auf einem Video zu sehen ist, das der Korrespondent des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin, veröffentlichte.

Im Vorfeld von Ficos Moskau-Reise wurde spekuliert, der Slowake könnte Putin eine Botschaft des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj überbringen, mit dem er kurz vorher zweimal gesprochen hatte. Putins Berater Juri Uschakow teilte mit, dass Fico keine Botschaft übergeben habe, es aber um die Gespräche zwischen Kiew und Bratislawa gegangen sei.

Fico nicht zum ersten Mal bei Feierlichkeiten zu Weltkriegsende

Fico steht im eigenen Land und der EU in der Kritik, weil er wie schon im vorigen Jahr der einzige Regierungschef eines EU- und Nato-Landes zu den Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken in Moskau ist. Er selbst betonte im Vorfeld, er nehme bewusst nicht an der traditionellen Militärparade teil. Stattdessen legte er einen Kranz an einem Gefallenendenkmal nieder.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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