Wladimir Putin: Putins Parade-Blamage - Russland sagt Militärshows massenhaft ab
Der Kreml fährt seine wichtigste Machtdemonstration drastisch herunter: Ausgerechnet zum Tag des Sieges streicht Russland Militärparaden in zahlreichen Regionen – und selbst auf dem Roten Platz bleiben die Panzer aus. Statt Triumphstimmung dominieren Sicherheitsängste, Verbote und digitale Ersatzveranstaltungen.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- In mindestens 15 russischen Regionen wurden die traditionellen Siegesparaden abgesagt
- Auf dem Roten Platz in Moskau rollen erstmals seit 2007 keine Panzer mehr
- Russland verhängt rund um den 9. Mai massive Sicherheitsmaßnahmen
Der 9. Mai gilt in Russland als einer der wichtigsten Feiertage des Jahres. Doch 2026 fällt die traditionelle Machtdemonstration deutlich kleiner aus als gewohnt. In mindestens 15 Regionen des Landes wurden die Siegesparaden komplett abgesagt. Besonders brisant: Auf dem Roten Platz in Moskau werden erstmals seit 2007 keine Panzer und gepanzerten Fahrzeuge mehr gezeigt.
Wladimir Putins Parade-Blamage: Russland streicht Militärshows im ganzen Land
Damit verliert die Parade von Kremlchef Wladimir Putin einen zentralen Teil ihrer Symbolkraft. Über Jahre hinweg hatte Russland die Feierlichkeiten genutzt, um militärische Stärke zu demonstrieren. Nun dominieren Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen das Bild.
Keine Panzer in Moskau – drastische Kürzungen bei Putins Prestige-Show
Wie "War Translated" auf X berichtet, gelten ähnliche Einschränkungen auch für St. Petersburg. Auch dort sollen keine gepanzerten Fahrzeuge durch die Straßen rollen. Zusätzlich wurden in mehreren Regionen Feuerwerke untersagt.
In Moskau bereiten sich die Behörden offenbar auf außergewöhnliche Sicherheitslagen vor. Rund um die Feierlichkeiten rechnen Bürger mit Einschränkungen beim Internetzugang. Medienberichten zufolge könnten sogar Geldautomaten zeitweise ausfallen. Zudem drohen Schließungen von Flughäfen. Die Maßnahmen werden offiziell mit Sicherheitsvorkehrungen rund um die Parade begründet.
Victory Day parades on May 9th have been canceled in 15 Russian regions. For the first time since 2007, the parade on Red Square in Moscow will feature no military equipment, with the same applying to Saint Petersburg. Similar restrictions, internet blackouts, and the… pic.twitter.com/TTs1Fab0Bf
— WarTranslated (@wartranslated) May 6, 2026
Diese russischen Regionen sagen die Siegesparaden komplett ab
Nach Angaben des Telegram-Kanals ASTRA wurden die Paraden in folgenden Regionen vollständig gestrichen: Belgorod, Woronesch, Kursk, Brjansk, Rostow, Saratow, Rjasan, Kaluga, Orjol, Pskow, Nowgorod, Nischni Nowgorod und die Oblast Leningrad. Hinzu kommen die Region Krasnodar sowie die Republik Tschuwaschien.
Auffällig ist vor allem die geografische Lage vieler betroffener Gebiete. Mehrere Regionen liegen nahe der ukrainischen Grenze oder waren in der Vergangenheit Ziel von Drohnenangriffen. Die Angaben basieren auf Mitteilungen regionaler Behörden und offiziellen russischen Medien vom 6. Mai 2026.
"Unsterbliches Regiment" nur noch online
Auch der traditionsreiche Gedenkmarsch "Unsterbliches Regiment" wird vielerorts nicht mehr auf den Straßen stattfinden, wie unter anderem das Online-Portal "RBC-Ukraine" berichtet. Teilnehmer tragen dabei normalerweise Porträts ihrer im Zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen.
Nun soll die Veranstaltung in den meisten russischen Föderationssubjekten ausschließlich digital abgehalten werden. Das Online-Format war bereits während der Corona-Pandemie eingesetzt worden, entwickelt sich inzwischen jedoch zunehmend zur Standardlösung.
Seit Kriegsbeginn immer mehr Einschränkungen
Die umfassenden Veränderungen bei den Feierlichkeiten begannen nach dem Start des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022. Seitdem wurden Sicherheitsvorkehrungen rund um den 9. Mai kontinuierlich verschärft.
Was früher als einmalige Ausnahme galt, scheint inzwischen zur neuen Realität geworden zu sein: abgesagte Paraden, digitale Gedenkveranstaltungen und massive Sicherheitsmaßnahmen statt großer Militärinszenierungen.
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sba/loc/news.de/stg
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