Donald Trump: Prahlerei mit kognitiven Tests fliegt "The Don" um die Ohren

Bei einer Rede vor Senioren in Florida hat US-Präsident Donald Trump erneut mit seinen angeblich hervorragenden Ergebnissen in kognitiven Tests geprahlt. Vorgängern wie Barack Obama warf er vor, einen solchen Test nicht bestehen zu können. Für seine Aussagen hagelte es jedoch heftigen Spott im Netz.

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Donald Trump prahlte während eines Besuchs in The Villages mit seinen angeblich herausragenden kognitiven Fähigkeiten. (Foto) Suche
Donald Trump prahlte während eines Besuchs in The Villages mit seinen angeblich herausragenden kognitiven Fähigkeiten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Phelan M. Ebenhack
  • Donald Trump prahlt vor Senioren damit, drei kognitive Tests mit Bravour absolviert zu haben
  • Laut dem US-Präsident würden seine Vorgänger wie Barack Obama einen solchen Test nicht bestehen
  • Trump berichtet über Testfragen
  • Spott in den sozialen Medien

In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Zweifel an der geistigen Verfassung von Donald Trump geäußert. Das Weiße Haus wies jegliche Gerüchte, dass der 79-jährige US-Präsident mental abbaut, jedoch scharf zurück. Trump selbst behauptete, dass er bei kognitiven Tests angeblich ausgezeichnete Ergebnisse erzielt habe. Am Freitag prahlte Trump bei einem Auftritt vor Senioren erneut damit. Er rühmte sich seiner Fähigkeit, Tiere korrekt erkennen zu können. In den sozialen Medien ergoss sich nach diesen Aussagen Spott über den Republikaner.

Donald Trump prahlt mit Ergebnissen in kognitiven Tests

Wie "The Daily Beast" berichtet, sollte Trumpin The Villages, Florida – der größten Ruheständlersiedlung der Welt – eigentlich über die Verbesserungen für ältere Bürger durch seine Regierung sprechen.Doch der 79-Jährige wich fast unmittelbar nach Betreten der Bühne von seinem vorbereiteten Skript ab. Stattdessen hob er seine eigenen geistigen Fähigkeiten hervor. Zunächst griff Trump Kaliforniens demokratischen Gouverneur Gavin Newsom verbal an, der kürzlich offen über seine Legasthenie gesprochen hatte. Der US-Präsident behauptete, Newsom habe sich selbst als "inkompetent" bezeichnet. "Wir sollten ihm einen kognitiven Test geben. Ich habe drei davon gemacht. Alle mit Bravour bestanden, übrigens." Es folgte ein weiterer Seitenhieb auf Ex-Präsident Barack Obama: "Ich bin der einzige Präsident, der einen kognitiven Test gemacht hat, denn ich glaube nicht, dass Obama ihn bestehen würde. Ist er nicht mit einem Notendurchschnitt von 3,0 in Harvard aufgenommen worden? Ich weiß es nicht."

US-Präsident berichtet über anspruchsvolle Fragen in Tests

Im Anschluss schilderte Trump detailliert, wie die Testaufgaben aufgebaut seien. "Die erste Frage ist sehr einfach. Es gibt einen Löwen, eine Giraffe, einen Bären und einen Hai. Sie fragen: 'Welcher ist der Bär?'", erklärte er dem Publikum. Der Test umfasse 30 Fragen, wobei die letzten zehn besonders anspruchsvoll seien. Dann wandte er sich direkt an seine Anhänger im Saal und behauptete: "Ich bin in einem Raum voller brillanter Menschen, aber viele von euch hätten diese zehn Fragen nicht beantworten können." Sein Arzt habe erstaunt auf sein Testergebnis reagiert, so etwas noch nie zuvor gesehen. 

Zweifel an Trumps Aussagen bei Rede vor Senioren

Während Trump behauptet, drei kognitive Tests während seiner Amtszeit absolviert zu haben, wurden die detaillierten Ergebnisse dieser Untersuchungen nie veröffentlicht. Für seine jüngsten Aussagen dazu wird der US-Präsident in den sozialen Medien heftig kritisiert. Kommentare dazu lauten:

  • "Warum hat ihm niemand in seiner Regierung gesagt, er solle endlich die Klappe halten, was diese drei kognitiven Tests angeht? Tatsache ist: Wenn man den ersten Test mit Bravour besteht, gibt es buchstäblich keinen Grund für einen zweiten oder dritten Test."
  • "Das ist der Mann, den Amerika an die Macht gebracht hat. Jemand, der einen Bären von einem Hai unterscheiden kann und im nationalen Fernsehen mit seiner Leistung prahlt, indem er behauptet, seine Vorgänger hätten den Unterschied nicht erkannt. Trumps größter Misserfolg wird der Niedergang einer einst so großen Nation sein. Gut gemacht, MAGA."
  • "Wenn die Teilnahme an diesen Tests ein solcher Beweis für seine geistige Gesundheit war, warum veröffentlicht er dann nicht die Videos davon? Aus demselben Grund, aus dem er nicht will, dass die Epstein-Akten veröffentlicht werden."
  • "Meine Mutter hat einen dieser Tests bestanden, als ihre Alzheimer-Krankheit bereits weit fortgeschritten war. Das ist definitiv kein Grund zum Prahlen. Nicht im Traum."

Andere stellen infrage, ob sich Trump überhaupt richtig erinnern konnte. Sie veröffentlichten Fotos von kognitiven Tests, die lediglich zehn Fragen umfassen und bei denen bei einer Frage lediglich aus drei Tieren das richtige ausgewählt werden muss. Zudem sind auf den Zetteln andere Tiere abgebildet, als der US-Präsident aufzählte. Unklar bleibt jedoch, ob es sich dabei tatsächlich um den Test handelt, den Trump absolvierte.

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