J.D. Vance: Vance verweigert Beifall für König Charles' Ukraine-Appell

Ein König spricht von Frieden – doch ein Mann setzt ein Zeichen des Widerstands: Als König Charles III. im US-Kongress die Ukraine verteidigt, bleibt J.D. Vance demonstrativ still. Ein Moment, der politisch nachhallt.

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J.D. Vance sorgt mal wieder für Schlagzeilen. (Foto) Suche
J.D. Vance sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Jonathan Ernst
  • Historischer Auftritt: König Charles III. spricht vor dem US-Kongress
  • J.D. Vance verweigert demonstrativ den Applaus und sorgt für Eklat
  • Charles' Friedens-Appell zur Ukraine sorgt für sichtbare Spannungen

Was für ein historischer Moment – und dann DAS: Während König Charles III. im US-Kongress eindringlich für Frieden in der Ukraine warb, blieb ausgerechnet einer demonstrativ sitzen: US-Vizepräsident J.D. Vance. Kein Klatschen, keine Regung – ein politisches Signal, das im Nachhinein für Aufsehen sorgt!

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J.D. Vance sorgt für Eklat während König Charles' Kongress-Rede

König Charles III. hat als erst zweiter regierender Monarch überhaupt eine Rede vor dem US-Kongress gehalten – und dabei für einen bemerkenswerten Moment gesorgt. Als der britische König einen Appell für Frieden in der Ukraine formulierte, verweigerte Vizepräsident J.D. Vance dem britischen "Express" zufolge demonstrativ den Applaus.

"Heute, Herr Sprecher (gemeint ist damit Mike Johnson, Sprecher des Repräsentantenhauses), ist dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit für die Verteidigung der Ukraine und ihres überaus mutigen Volkes nötig – sie ist nötig, um einen wahrhaft gerechten und dauerhaften Frieden zu sichern", erklärte Charles vor den versammelten Abgeordneten. Während die Mehrheit des Saals klatschte, blieb Vance regungslos auf seinem Platz sitzen.

Eisiges Schweigen auf der Regierungsbank

Die Szene im Repräsentantenhaus sprach Bände: Während sich der Großteil der Anwesenden zum Applaus erhob, verharrte der Vizepräsident demonstrativ auf seinem Sitz neben Parlamentssprecher Mike Johnson. Vance machte keinerlei Anstalten, in den Beifall einzustimmen.

Der britische Monarch befindet sich derzeit auf einem viertägigen Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten. Anlass ist der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. In seiner Ansprache betonte Charles die Bedeutung der Partnerschaft zwischen den einstigen Gegnern. "Diese Partnerschaft, so glaube ich, Herr Sprecher, ist heute wichtiger als je zuvor", wandte er sich direkt an Mike Johnson.

Während die Mehrheit der Anwesenden während König Charles' Rede applaudierte, blieb der Vizepräsident sitzen. (Foto) Suche
Während die Mehrheit der Anwesenden während König Charles' Rede applaudierte, blieb der Vizepräsident sitzen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Kylie Cooper

Jubel für Gründerväter und Trump-Referenz

Bei anderen Passagen seiner Rede erntete der König hingegen deutlich enthusiastischere Reaktionen. Als Charles den Anschlag auf Präsident Donald Trump erwähnte, erhoben sich die Abgeordneten zu stehenden Ovationen – eine Ehre, die Gastrednern auf dem Capitol Hill traditionell bei besonders bewegenden Momenten zuteilwird.

Auch seine Würdigung der amerikanischen Gründerväter kam bestens an. Der Monarch bezeichnete sie als "kühne und fantasievolle Rebellen mit einem Anliegen" – eine Formulierung, die mit begeistertem Applaus und Jubelrufen quittiert wurde. Charles tritt damit in die Fußstapfen seiner verstorbenen Mutter, Königin Elizabeth II., die als erste regierende Monarchin vor dem US-Kongress gesprochen hatte.

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