Lieber tot als gefangen: Kim Jong-un befiehlt seinen Soldaten Selbstmord auf dem Schlachtfeld
Für die nordkoreanischen Soldaten, die Kim Jong-un Wladimir Putin für dessen Ukraine-Krieg zur Verfügung stellt, gilt eine eiserne Regel: Bei drohender Gefangenschaft müssen sich die Kämpfer in einem heldenhaften Akt selbst töten.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Kim Jong-un kennt keine Gnade: Seine Soldaten sollen sich selbst in die Luft sprengen
- Nordkoreanische Kämpfer im Ukraine-Krieg zu Selbstmord aufgefordert
- Lieber tot als gefangen: Offizielle Doktrin fordert Selbsttötung von Kims Soldaten
Bei einer Gedenkveranstaltung in Pjöngjang zeigten sich erschütternde Szenen: Ein Soldat weinte in den Armen von Machthaber Kim Jong-un, während seine Kameraden ebenfalls mit den Tränen kämpften. Der nordkoreanische Diktator spendete den Kämpfern Trost, die aus dem Ukraine-Krieg zurückgekehrt waren.
Kim Jong-un zwingt Nordkorea-Soldaten in der Ukraine zu Selbsttötung
Doch hinter den emotionalen Bildern verbirgt sich eine grausame Wahrheit. Bei der Einweihung eines Denkmals für gefallene Soldaten bestätigte Kim persönlich, dass sich mehrere seiner Kämpfer selbst in die Luft gesprengt haben. Wie die "Bild" unter Berufung auf die staatliche Korean Central News Agency berichtete, existiert eine offizielle Doktrin: Nordkoreanische Soldaten sollen sich im Falle einer drohenden Gefangennahme selbst töten.
Nordkorea-Machthaber ehrt gefallene Kämpfer: "Sie starben einen heldenhaften Tod"
Vor den Angehörigen der Gefallenen und hochrangigen Vertretern aus Russland hielt der nordkoreanische Machthaber eine Ansprache, in der er die Selbstmordangriffe seiner Soldaten verherrlichte. Er pries jene Kämpfer als "Helden, die ohne Zögern die Selbstsprengung, einen Selbstmordangriff, gewählt haben, um die große Ehre zu verteidigen". Der Diktator betonte zudem die Selbstlosigkeit der Gefallenen. "Sie erwarteten keine Entschädigung, obwohl sie herausragende Taten vollbrachten. Sie starben einen heldenhaften Tod", erklärte Kim während der Zeremonie. Bei dem Anlass kniete der Machthaber auch vor dem neu errichteten Kriegerdenkmal nieder.
Kim Jong-un schickt Wladimir Putin Soldaten für den Ukraine-Krieg
Die Entsendung nordkoreanischer Truppen in den Ukraine-Krieg geht auf eine Vereinbarung zwischen Kim Jong-un und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aus dem Jahr 2024 zurück. Nach dem Beginn der russischen Invasion schlossen beide Machthaber einen umfassenden Militärpakt, der auch eine gegenseitige Beistandsklausel beinhaltet. Nach Einschätzungen südkoreanischer und westlicher Geheimdienste hat Pjöngjang seither mindestens 10.000 Soldaten an die Front geschickt. Zusätzlich lieferte das Regime Zehntausende Container mit Waffen zur Unterstützung Moskaus. Die Verluste auf nordkoreanischer Seite sind offenbar erheblich – Experten gehen von Tausenden gefallenen Soldaten aus.
Gefangener Nordkorea-Soldat bestätigte Selbsttötungsbefehl
Die Aussagen des nordkoreanischen Machthabers reihen sich in frühere Berichte ein. Sowohl ukrainische Geheimdienste als auch ein in Gefangenschaft geratener nordkoreanischer Soldat hatten bereits von der Verpflichtung zur Selbsttötung berichtet, um eine Kriegsgefangenschaft zu verhindern. Parallel dazu hat Nordkorea seine Raketentests in diesem Jahr intensiviert. Erst kürzlich meldete Pjöngjang den Test mehrerer Hwasong-11-Raketen, die auch unter den Bezeichnungen KN-23 oder KN-24 bekannt sind. Nach ukrainischen Angaben hat das Regime diese Kurzstreckenraketen bereits an Moskau geliefert, wo sie im Krieg gegen die Ukraine zum Einsatz kommen.
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loc/news.de/stg
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