Donald Trump: Sein Argument ergibt keinen Sinn - Trump-Nichte Mary zerlegt "The Don"

Trump-Nichte Mary rechnet einmal mehr mit ihrem Onkel im Weißen Haus ab und zerpflückt Donald Trumps Logik nach dem Angriff beim White House Correspondents' Dinner. In ihren Augen würde Trump wichtige Fakten verschleiern.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump hat sich einmal mehr den Zorn seiner Nichte Mary zugezogen. (Foto) Suche
Donald Trump hat sich einmal mehr den Zorn seiner Nichte Mary zugezogen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump präsentiert Lieblingsprojekt als angebliche Lösung
  • Mary Trump deckt Logikfehler in Trumps Argumentation auf
  • Mary Trump wirft Donald Trump Gewalt-Rhetorik vor

Mary Trump, die Nichte von US-Präsident Donald Trump, hat auf ihrem Substack-Account "The Good in Us" scharfe Kritik an dessen Umgang mit dem Angriff beim White House Correspondents' Dinner geübt. Der Vorfall wirft ernsthafte Fragen auf, schreibt Mary Trump. Besonders die Art und Weise, wie der Präsident und sein Team den Vorfall politisch instrumentalisierten, steht im Zentrum ihrer Kritik.

Was man wissen sollte - Mary Trump gilt als ausgewiesene Kritikerin ihres Onkels. Das beruht auf Gegenseitigkeit: Auf seine Nichte Mary, eine ausgebildete Psychologin, ist Donald Trump nicht gut zu sprechen. Mehr als der Nachname verbindet die beiden nicht mehr.

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Donald Trump präsentiert Lieblingsprojekt als angebliche Lösung

Bereits wenige Stunden nach dem Vorfall kehrten Trump und sein Team in den Presseraum des Weißen Hauses zurück. Dort argumentierten sie, der Zwischenfall beim Dinner beweise die dringende Notwendigkeit des geplanten 400-Millionen-Dollar-Ballsaals. Der Bau war zuletzt von einem Gericht gestoppt worden. Mary Trump bezeichnet diese Schlussfolgerung als bizarr.

Die Trump-Nichte weist auf einen fundamentalen Widerspruch hin: Das Correspondents' Dinner ist eine private Veranstaltung mit mehr als 3.000 Teilnehmern. Ein solches Event würde ohnehin niemals im Weißen Haus stattfinden, unabhängig von der Existenz eines neuen Ballsaals.

Mary Trump deckt Logikfehler in Trumps Argumentation auf

Mary Trump stellt eine zentrale Frage in den Raum: Wenn das Hotel tatsächlich nicht sicher genug war, warum wurde dem Präsidenten der Vereinigten Staaten überhaupt erlaubt, dorthin zu gehen? Zusammen mit ihm waren nahezu das gesamte Kabinett anwesend, darunter der Vizepräsident, der Verteidigungsminister, der Außenminister und der FBI-Direktor.

  • Nach Ansicht von Mary Trump sollte der sicherste Ort der Welt überall dort sein, wo sich der Präsident aufhält.
  • Gerade wenn so viele hochrangige Regierungsmitglieder gleichzeitig anwesend sind, müsse höchste Sicherheit gewährleistet sein.
  • Die Verantwortung für die Sicherheit liege beim Secret Service, nicht beim Hotel, betont sie.
  • Die nachträgliche Kritik an der Sicherheit des Veranstaltungsortes wirke wie ein Versuch, die eigenen Sicherheitsentscheidungen zu verschleiern und den Vorfall für andere Zwecke zu instrumentalisieren.

Mary Trump wirft Donald Trump Gewalt-Rhetorik vor

Am Morgen nach dem Vorfall trat Mike Johnson, Sprecher des Repräsentantenhauses, beim Sender Fox auf und beschuldigte die Demokraten, Gewalt anzustacheln. Führende Persönlichkeiten der demokratischen Partei würden kriegsähnliche Metaphern verwenden, die gefährlich seien, so Johnson. Diese Art der Rhetorik radikalisiere Menschen online und führe zu Gewalt.

Mary Trump kontert diese Vorwürfe scharf: Wer sich Sorgen über Gewalt-Rhetorik mache, solle bei Donald Trump selbst anfangen. Er sei es, der die Linken als "radikale Verrückte" bezeichne, Lügen über Immigranten verbreite und die Sprache auf gefährliche Weise eskaliere.

Mary Trump zieht in ihrem Substack-Post ein hartes Fazit: Die Situation zeige, wie ein ernsthafter Sicherheitsvorfall unmittelbar politisch ausgeschlachtet werde. Der Zwischenfall diene zur Rechtfertigung unnötiger Ausgaben, während gleichzeitig durch Schuldzuweisungen und Rhetorik abgelenkt werde.

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