Donald Trump: "Verstörendes Ausmaß an Verachtung" - Trump-Wut nach TV-Auftritt immer größer
Als Donald Trump während eines TV-Auftritts einmal mehr die Beherrschung verlor, sah Jennifer Siebel Newsom mehr als nur einen weiteren Ausbruch. Die Ehefrau des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom holte zum Gegenschlag aus.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump entsetzt Jennifer Siebel Newsom mit TV-Auftritt
- US-Präsident als schlechtes Beispiel gekennzeichnet
- Nicht die erste Spitze gegen Donald Trump von Gouverneurs-Frau
Jennifer Siebel Newsom, Ehefrau des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom, hat beim Kurznachrichtendienst X scharfe Kritik am amerikanischen Präsidenten Donald Trump geübt. Auslöser war dessen aggressives Auftreten gegenüber der renommierten Journalistin Norah O'Donnell während eines Interviews bei der Nachrichtensendung "60 Minutes". Er hatte sie als "schrecklichen Menschen" und "Schande" bezeichnet.
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Donald Trump entsetzt Jennifer Siebel Newsom mit TV-Auftritt
Die 51-jährige Filmemacherin und Dokumentarfilmerin zeigte sich entsetzt über den Ton, den Donald Trump gegenüber der Moderatorin anschlug. Das Gespräch drehte sich um die Schießerei beim White House Correspondents' Dinner.
- "Zu sehen, wie ein Präsident mit einer Journalistin mit diesem Ausmaß an Verachtung spricht - und mit einer klaren Allergie gegen Fakten - ist verstörend", schrieb Siebel Newsom in ihrem Beitrag.
- Sie fügte hinzu, dass ein solches Verhalten angesichts von Trumps bekanntem Verhaltensmuster zwar nicht überraschend, aber dennoch zutiefst beunruhigend sei.
Donald Trump als schlechtes Beispiel gekennzeichnet
Für Siebel Newsom liegt das eigentliche Problem in der wiederholten Natur solchen Verhaltens. Wenn derartige Missachtung vom höchsten Amt des Landes immer wieder ausgehe, beginne sie in die Gesellschaft einzusickern und zu prägen, wie Macht aussehe, erklärte sie. Dies forme, wie Jungen und viele Männer Frauen und Mädchen sähen und was sie als normales Verhalten zu akzeptieren lernen.
Die vierfache Mutter, deren Kinder zwischen 10 und 16 Jahre alt sind, warnte vor den weitreichenden Folgen. In einem digitalen Ökosystem, das von politischer Spaltung durchzogene Rhetorik verstärke, werde diese kulturelle Norm von Hass und Frauenfeindlichkeit allgegenwärtig.
- "Es ist kein Wunder, dass wir eine Kultur haben, die Dominanz und Aggression gegenüber Frauen und Mädchen normalisiert", so Siebel Newsom.
- Dies führe nicht nur dazu, dass Frauen zum Schweigen gebracht würden, sondern auch zu verinnerlichter Frauenfeindlichkeit bei anderen.
Nicht die erste Spitze gegen Donald Trump von Gouverneurs-Frau
Siebel Newsoms Stellungnahme kommt nicht überraschend. Die Filmemacherin setzt sich seit Jahren für Frauenrechte ein und nutzt ihre Plattform konsequent, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Ihre Filmproduktionsfirma Girls Club Entertainment konzentriert sich auf die Entwicklung unabhängiger Filme, die Frauen stärken sollen.
- Bereits 2011 führte sie Regie bei dem preisgekrönten Dokumentarfilm "Miss Representation", der die mangelnde Repräsentation von Frauen in einflussreichen Positionen in den USA thematisierte.
- Ihr Engagement hat auch eine persönliche Dimension: 2022 trat sie als Zeugin im Prozess gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein auf und beschuldigte ihn, sie 2005 in einem Hotelzimmer vergewaltigt zu haben.
Auch Trump hatte sie bereits zuvor kritisiert. Als das US-Frauen-Eishockeyteam seine Einladung zur State of the Union ausschlug, kommentierte sie spitz, die Sportlerinnen bevorzugten offenbar Arenen, in denen Frauen tatsächlich respektiert würden.
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rut/news.de/stg
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