Ukraine-Krieg aktuell: Geheimdienstzentrale gesprengt - Drohnen löschen Putin-Spione aus

Zwölf russische Geheimdienstoffiziere werden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine FSB-Zentrale in Donezk ausgeschaltet. Es ist ein enormer Rückschlag für die Putin-Truppen im Ukraine-Krieg.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov
  • Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Spione bei Drohnenschlag ausgeschaltet
  • Angriff sprengt Putin-Zentrale für Sabotage und Terroroperationen
  • Putin-Drohnen verursachen Schäden auf Nato-Territorium

Drohnen spielen im Ukraine-Krieg eine zunehmend zentrale Rolle - sowohl bei offensiven Operationen als auch mit unbeabsichtigten Folgen für Nachbarstaaten. Zwei aktuelle Vorfälle verdeutlichen die Bandbreite dieser Entwicklung.

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Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Spione bei Drohnenschlag ausgeschaltet

Die ukrainischen Streitkräfte meldeten zuletzt einen erfolgreichen Schlag gegen russische Geheimdienststrukturen in den von Putin besetzten Gebieten. Bei einem Drohnenangriff auf eine Kommandozentrale des FSB in Donezk starben nach ukrainischen Angaben mindestens zwölf Offiziere, weitere 15 wurden verletzt.

Robert "Madyar" Brovdi, der für unbemannte Systeme zuständige Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte, machte den Vorfall öffentlich - beim Kurznachrichtendienst X sind entsprechende Szenen zu sehen.

  • Diese unbemannten Fluggeräte stammen aus der Produktion des ukrainischen Rüstungsbetriebs Fire Point.
  • Die eingesetzten FP-2-Drohnen verfügen über die Kapazität, Nutzlasten von bis zu 100 Kilogramm zu transportieren.
  • Sie werden gezielt für Operationen auf mittlere Distanz konzipiert.
  • Moskau hat zu dem Vorfall bislang keine Stellungnahme abgegeben.

Angriff sprengt Putin-Zentrale für Sabotage und Terroroperationen

Nach Darstellung von Kommandeur Brovdi erfüllte die attackierte Einrichtung vielfältige nachrichtendienstliche Funktionen. Der Kommandoposten diente als Schaltzentrale für verdeckte Operationen hinter den Linien. Zu seinem Aufgabenspektrum zählten unter anderem Sabotageaktionen sowie der systematische Aufbau geheimer Netzwerke.

Weiterhin war die Basis für die Anwerbung von Agenten zuständig. Laut den ukrainischen Angaben liefen von dort auch die Planung und Durchführung von Terroranschlägen sowie Brandstiftungen. Eine weitere zentrale Funktion bestand in der Koordinierung russischer Stellvertreter-Einheiten.

Unabhängig bestätigen lässt sich das aktuell nicht.

Putin-Drohnen verursachen Schäden auf Nato-Territorium

Das rumänische Verteidigungsministerium bestätigte derweil einen Vorfall, der eine neue Dimension erreicht. In Galati, einer Stadt im südöstlichen Landesteil, richteten herabstürzende Reste russischer Drohnen erstmals konkrete Sachschäden an. Betroffen waren ein Strommast sowie ein Gebäude, Verletzte gab es jedoch nicht.

Bukarest reagierte mit ungewöhnlich scharfen Worten auf den Zwischenfall. Das Verteidigungsministerium warf Moskau unverantwortliches Handeln vor und erklärte:

  • "Solche Vorfälle belegen den mangelnden Respekt der Russischen Föderation für das Völkerrecht und gefährden nicht nur die Sicherheit der rumänischen Bürger, sondern auch die kollektive Sicherheit der Nato."

Die Trümmerteile stammten von russischen Luftangriffen auf ukrainische Ziele. Obwohl in der Vergangenheit wiederholt Drohnenreste auf rumänischem Boden niedergingen, handelt es sich um den ersten Fall mit materiellen Beschädigungen.

Eine Reaktion des Kremls gibt es bisher nicht.

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/news.de/dpa/stg

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