Migration nach Europa: Papst: Flüchtlinge "nicht schlechter als Haustiere" behandeln

Nach zehn Tagen in Afrika ist Leo XIV. zurück in Rom. Die nächste Auslandsreise wird ihn nach Spanien führen. Ein Thema wird bleiben: die Flucht von Menschen über Mittelmeer und Atlantik nach Europa.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Angesichts der anhaltenden Fluchtbewegung aus Afrika nach Europa hat Papst Leo XIV. mehr internationale Anstrengungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen verlangt. "Wir müssen auf globaler Ebene zusammenarbeiten, um Justiz, Gerechtigkeit und Entwicklung voranzubringen, damit die Leute nicht in Richtung von Ländern wie Spanien emigrieren müssen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche zum Ende seiner Afrika-Reise auf dem Rückflug nach Rom. Dazu müssten auch "große, reiche, multinationale Konzerne" einen Beitrag leisten.

Heute werde Afrika von vielen noch immer als ein Kontinent betrachtet, dem man zur eigenen Bereicherung seine Bodenschätze und Reichtümer abnehmen könne, kritisierte Leo. Im Juni wird Spanien Ziel seiner nächsten Auslandsreise sein. Der erste Pontifex aus den USA will dann auch die Kanarischen Inseln besuchen, wo viele Flüchtlinge aus Afrika ankommen.

Leo: Migranten verdienen Respekt

Zu deren Schicksal sagte der Papst: "Das sind Menschen. Und wir müssen sie wie menschliche Wesen behandeln, auf menschliche Weise – und nicht schlechter als Haustiere, andere Tiere et cetera." Jeder Staat habe das Recht, an seinen Grenzen Regeln aufzustellen. "Ich sage nicht, dass alle kommen dürfen, ohne Ordnung. Manchmal sorgt das dort, wo sie ankommen, für ungerechtere Zustände als dort, wo sie abgefahren sind. Aber wenn Leute ankommen, verdienen sie Respekt wie jedes menschliche Wesen."

Leo äußerte sich vor mitreisenden Journalisten auf dem Heimflug aus Äquatorialguinea, der letzten Station seiner Afrika-Reise. Das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken hatte bei seiner bislang längsten Auslandsreise in den vergangenen anderthalb Wochen Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea besucht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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