Nahost: Libanesen ersetzen von Israel bereitgestellte Jesus-Figur
Ein israelischer Soldat beschädigte kürzlich ein christliches Symbol im Südlibanon. Israels Armee ersetzte die Statue. Doch die Einwohner waren mit der neuen Jesus-Figur nicht so zufrieden.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Einwohner eines Dorfes im Südlibanon sind nicht zufrieden gewesen mit einer von Israels Armee bereitgestellten Jesus-Figur, die eine von einem israelischen Soldaten beschädigte Statue ersetzen sollte. Die von der Armee gebrachte Figur habe anders ausgesehen als die beschädigte, sagten Einwohner von Debel der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei deshalb durch eine neue ersetzt worden. Auch die "Jerusalem Post" berichtete darüber.
Auf einem von der Zeitung veröffentlichten Bild ist zu sehen, dass die neue Statue der beschädigten ähnlich sieht. Sie zeigt Jesus Christus am Kreuz und ist farblich einem echten Menschen nachempfunden. Die von Israels Armee besorgte wiederum zeigte Jesus als goldene Figur am Kreuz.
Israels Armee ist trotz derzeit geltender Waffenruhe weiterhin im Südlibanon. Rund jeder dritte Einwohner dort ist Christ.
Die UN-Mission Unifil im Libanon teilte mit, sie habe dabei geholfen, die neue, von der Vertretung des Heiligen Stuhls im Libanon besorgte Statue aufzustellen.
Einwohner: Jesus-Figur der Israelis in Dorfkirche aufgestellt
Die neue Figur repräsentiere ihre, die maronitische Kirche besser, sagte ein Einwohner. Die Statue der Israelis aber wurde demnach in der Kirche des Dorfes aufgestellt.
Auf einer vor einigen Tagen von der israelischen Armee veröffentlichten Aufnahme war zu sehen, wie ein Soldat mit einem Hammer auf die von einem Holzkreuz gefallene Jesus-Figur einschlägt. Der Vorfall löste auch in Israel Entsetzen aus. Das israelische Militär ersetzte die Figur danach eigenen Angaben zufolge "in enger Abstimmung mit der lokalen Bevölkerung".
Ein Militärgericht in Israel hat kürzlich 30 Tage Haft für zwei Soldaten in dem Fall angeordnet - für denjenigen, der die Figur beschädigt hat und für einen weiteren Soldaten, der die Tat fotografiert hat.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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