Donald Trump: Ex-Berater schlägt Alarm - Iraner können "Panik im Weißen Haus riechen"

Es sind alarmierende Worte, die ein früherer US-Sicherheitsberater aktuell findet. John Bolton warnt Donald Trump, dass er die Verhandlungsposition der Vereinigten Staaten mit seinen Social-Media-Posts schwäche. Denn: Die Iraner können "Panik im Weißen Haus riechen".

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Donald Trumps Social-Media-Posts schwächen die USA laut Ex-US-Sicherheitsberater John Bolton. (Foto) Suche
Donald Trumps Social-Media-Posts schwächen die USA laut Ex-US-Sicherheitsberater John Bolton. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon
  • Donald Trump gewarnt von Ex-Berater John Bolton
  • Früherer US-Sicherheitsberater mit eindringlicher Iran-Warnung
  • Trump liefert Iran mit Social-Media-Posts täglich neue Munition
  • Iraner können "Panik im Weißen Haus riechen"

Donald Trumps ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hat in einem CNN-Interview am Sonntag (19. April) vernichtende Kritik an der Kommunikationsstrategie des Präsidenten im Iran-Konflikt geübt. Darüber berichtet aktuell unter anderem das US-Portal "Daily Beast".

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Donald Trump gewarnt - Iraner können "Panik im Weißen Haus riechen"

Der frühere Trump-Berater ist der Überzeugung, dass die iranischen Unterhändler "Panik im Weißen Haus riechen" können. Denn Donald Trumps zahlreiche aufgeregte Beiträge auf Truth Social offenbaren, wie dringend der US-Präsident den Konflikt beenden will. "Ich glaube, sie können sehen, dass Trump hier raus will. Er sendet das praktisch jeden Tag", erklärte Bolton gegenüber CNN-Moderatorin Jessica Dean. Diese Transparenz verschaffe dem Iran "enormen Einfluss, den sie nicht haben sollten".

Donald Trump schwächt Verhandlungsposition der USA im Iran-Konflikt

Die ständige öffentliche Kommunikation des Präsidenten schwäche die amerikanische Verhandlungsposition erheblich, so der ehemalige Berater. Bolton wirft dem 79-Jährigen mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen weiterhin vor, keine geostrategischen, sondern innenpolitische Entscheidungen zu treffen. "Ein großer Teil davon ist seine Schuld", so John Bolton über Donald Trumps katastrophale Umfragewerte nach dem Angriff auf den Iran im Februar.

Ex-Berater wirft Trump fehlende Transparenz im Iran-Konflikt vor

Nach Boltons Darstellung hat es Donald Trump vollkommen versäumt, in den Wochen und Monaten vor der Militäraktion seine Ziele zu erläutern. "Wir wissen immer noch nicht, was seine Ziele waren", kritisierte der Ex-Berater. Der US-Präsident habe das US-Volk erst um 2.30 Uhr morgens am 28. Februar informiert. Also nachdem die Angriffe bereits begonnen hatten. "So macht man das nicht. Das ist Politik-Grundkurs", so Bolton. Die Konsequenzen dieser Versäumnisse seien nun für Trump deutlich spürbar.

Donald Trump hat mit Vance-Entsendung riesigen Fehler begangen

John Bolton kritisierte weiterhin Trumps Entscheidung, Vizepräsident J.D. Vance für die Verhandlungen mit dem Iran nach Pakistan zu schicken. "Man sollte nicht den Vizepräsidenten senden", erklärte er. Dieser stehe nur eine Ebene unter dem Präsidenten, während unklar sei, ob die iranischen Gesprächspartner überhaupt Vollmachten ihrer Regierung besäßen.

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/news.de/stg

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