Donald Trump: Experte entlarvt US-Präsident und deckt sein ultimatives Iran-Problem auf

Der Harvard-Professor Matthew Bunn hat Donald Trumps ultimatives Iran-Problem aufgedeckt. Selbst wenn die USA tatsächlich alle iranischen Atomanlagen zerstört hätten, so wäre das iranische Atomprogramm noch lange nicht Geschichte. Eine Tatsache, die der US-Präsident offenbar nicht wahrhaben will.

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Donald Trump hat laut eines Experten für Nuklearpolitik ein ultimatives Iran-Problem. (Foto) Suche
Donald Trump hat laut eines Experten für Nuklearpolitik ein ultimatives Iran-Problem. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon
  • Donald Trump entlarvt durch Experten für Nuklearpolitik Matthew Bunn
  • US-Präsident hat ultimatives Iran-Problem laut Harvard-Professor
  • Iran hat noch immer genug nukleares Material für mehrere Atombomben
  • Trump kann das Atom-Wissen des Iran "nicht wegbomben"

Die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, das iranische Atomprogramm sei durch amerikanische Luftangriffe vernichtet worden, stößt bei Nuklearexperten auf deutlichen Widerspruch. In einem Beitrag des TV-Magazins "60 Minutes" vom Sonntagabend (19. April) stellte der Harvard-Professor Matthew Bunn die Darstellung des Weißen Hauses grundlegend infrage. Darüber berichtet aktuell "Daily Beast".

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Donald Trump entlarvt durch Experten für Nuklearpolitik Matthew Bunn

"Diese Aussage ist einfach nicht wahr", erklärte Bunn, der als Nuklear- und Energiepolitik-Analyst an der Harvard Kennedy School arbeitet und bereits unter Präsident Clinton als Atomberater tätig war. Ein Programm, das noch genügend spaltbares Material für mehrere Atomwaffen besitze, könne man nicht als ausgelöscht bezeichnen, so der Nuklearpolitik-Experte. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde verfügt Iran weiterhin über rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran. Eine Menge, die laut Bunn bei geringfügiger weiterer Anreicherung für zehn bis elf Atombomben reichen würde.

Trump hat ultimatives Iran-Problem – US-Präsident kann Atom-Wissen des Iran "nicht wegbomben"

Der Nuklearexperte räumte zwar ein, dass die Kombination aus den Angriffen im vergangenen Juni und dem andauernden Krieg die iranischen Kapazitäten erheblich zurückgeworfen habe. Dennoch seien die verbliebenen Fähigkeiten beträchtlich. "Man kann ihr Wissen nicht wegbomben", betonte Bunn gegenüber "60 Minutes"-Moderatorin Cecilia Vega. Für die Trump-Regierung ein fundamentales Problem. Denn selbst zerstörte Anlagen lassen sich wieder aufbauen, solange das technische Know-how der iranischen Wissenschaftler erhalten bleibt.

Donald Trump sendet erneut martialische Iran-Drohung

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran dauert mittlerweile acht Wochen an, ohne dass eine Lösung erkennbar wäre. Donald Trump griff angesichts der nahenden Frist für ein endgültiges Waffenstillstandsabkommen zuletzt erneut zu Drohungen gegen die iranische Zivilbevölkerung. "Wir bieten einen sehr fairen und vernünftigen DEAL an und ich hoffe, sie nehmen ihn an", schrieb der 79-Jährige am Sonntag (19.04.) auf Truth Social. "Wenn nicht, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran zerstören! SCHLUSS MIT DEM NETTEN KERL!"

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