Krieg in Nahost: Französischer Soldat bei UN-Mission im Libanon getötet

Die UN-Mission im Libanon gilt als eine der gefährlichsten weltweit. Als Blauhelme dort Sprengsätze im Süden räumen, kommt es zum tödlichen Angriff. Der Verdacht richtet sich gegen die Hisbollah.

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Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bestätigte den Tod des Soldaten bei X und teilte mit, dass drei weitere Kameraden verwundet und evakuiert worden seien. "Alles deutet darauf hin, dass die Hisbollah für diesen Angriff verantwortlich ist", schrieb Macron. Er forderte die libanesische Regierung auf, die Verantwortlichen sofort festzunehmen.

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam verurteilte den Angriff auf das Schärfste. Der Angriff schade dem Libanon und dessen Beziehungen mit befreundeten Ländern weltweit. Frankreich ist dem Libanon als frühere Mandatsmacht bis heute traditionell eng verbunden. Libanons Präsident Joseph Aoun telefonierte nach dem Angriff auch mit Macron.

Unifil teilte mit, dass die Soldaten heute früh Sprengsätze an einer Straße im Süden beseitigt hätten. Dabei seien sie unter Beschuss geraten, woraufhin einer der Unifil-Soldaten getötet und drei weitere verletzt worden seien. Einer ersten Einschätzung zufolge seien Hisbollah-Kämpfer für den Angriff verantwortlich. Die Miliz äußerte sich zunächst nicht.

Die Blauhelme der Unifil überwachen seit 1978 das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Immer wieder gab es dabei auch in ihren Reihen Tote und Verletzte. Vor einigen Wochen wurden zwei indonesische Soldaten der Unifil-Mission bei einer Explosion getötet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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