Nahost: Israels Armee meldet Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe
Im Libanon sollen nach mehreren Wochen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz nun die Waffen schweigen. Doch trotz Feuerpause hat es dort wieder Gewalt gegeben.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Waffenruhe mit dem Libanon mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Sie hätten gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär am Nachmittag mit. Demnach gab es mehrere solcher Vorfälle.
Israels Armee sei im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung dazu berechtigt, sich zu verteidigen, hieß es in der Mitteilung weiter. "Um die Bedrohung zu beseitigen, führte die israelische Luftwaffe gemeinsam mit Bodentruppen präzise Angriffe auf die Terroristen durch." Auch Artilleriefeuer sei eingesetzt worden. Als Reaktion auf die Bedrohungen habe das Militär im Südlibanon auch Anlagen ins Visier genommen, die von der Hisbollah für Angriffe genutzt worden seien.
Arabische Medien melden israelischen Artilleriebeschuss im Südlibanon
Der arabische Sender Al Jazeera sowie der Hisbollah-Sender Al-Manar meldeten israelischen Artilleriebeschuss auf mehrere Orte im Südlibanon. Berichte über Opfer gab es im Laufe des Tages zunächst nicht.
Die Angaben lassen sich allesamt nicht unabhängig überprüfen.
Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Offiziell spricht das Land von einer sogenannten "Sicherheitszone", um Nordisrael vor Angriffen der Hisbollah zu schützen. Vertriebene Anwohner können derzeit nicht in die Gegend zurückkehren. Israelischen Angaben zufolge sollen zudem alle Häuser in grenznahen Dörfern im Südlibanon zerstört werden. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz begründete dieses äußerst umstrittene Vorhaben damit, dass die Hisbollah die Gebäude für ihre Zwecke nutzen soll.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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