Erinnerungskultur: Estland: Polizei ermittelt nach Vandalismus an Holocaust-Gedenkstätte

Im Nordosten Estlands erinnert ein Mahnmal im Wald an die Opfer des Holocaust. Nun wurde der Gedenkort zum Ziel von Vandalismus.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

In Estland haben Unbekannte ein Mahnmal an einer Holocaust-Gedenkstätte in der Stadt Ereda etwa 150 Kilometer östlich von Tallinn beschädigt. Nach Angaben der Polizei des baltischen Landes wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Vertreter der jüdischen Gemeinde hatten am Freitag einem Rundfunkbericht zufolge entdeckt, dass ein Grabstein zerschlagen und zwei umstehende Säulen beschädigt wurden. "Solche Taten sind zutiefst besorgniserregend und beleidigen sowohl das Andenken an die Opfer als auch die Gesellschaft als Ganzes", teilte die jüdische Gemeinde auf Facebook mit.

In Ereda im Nordosten Estland erinnert seit 1967 ein Denkmal am historischen Standort eines ehemaligen Gefangenenlagers an die Opfer des Holocaust. Während der deutschen Besatzung Estlands im Zweiten Weltkrieg war dort von den Nationalsozialisten im Herbst 1943 eines der ersten Außenlager des Konzentrationslagers Vaivara errichtet worden. Der beschädigte Gedenkstein wurde 2005 aufgestellt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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