Donald Trump: "Opfer oder was auch immer" - Empörung über Epstein-Satz von Trump

Donald Trump bezeichnete die Geschädigten von Jeffrey Epstein als "Opfer oder was auch immer" und behauptete gleichzeitig wahrheitswidrig, die Frauen hätten sich geweigert, unter Eid auszusagen - obwohl sie bereits mit dem FBI gesprochen hatten.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump machte viele Beobachter mit einer Bemerkung über die Epstein-Opfer sprachlos. (Foto) Suche
Donald Trump machte viele Beobachter mit einer Bemerkung über die Epstein-Opfer sprachlos. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump behauptet, Epstein-Opfer weigerten sich unter Eid auszusagen
  • Trump-Kritiker schäumt und widerspricht "The Don" scharf
  • Wut nach Trump-Aussagen über Epstein-Opfer

US-Präsident Donald Trump hat mit einer herabwürdigenden Bemerkung über die Opfer von Jeffrey Epstein einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der 79-Jährige bezeichnete die Frauen als "Opfer oder was auch immer", was umgehend heftige Reaktionen hervorrief. Kritiker werfen Trump nicht nur Gefühllosigkeit vor, sondern auch bewusste Falschaussagen.

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Donald Trump behauptet, Epstein-Opfer weigerten sich unter Eid auszusagen

Während seiner Stellungnahme vor dem Weißen Haus reagierte Donald Trump auf eine Reporterfrage bezüglich möglicher öffentlicher Anhörungen für die Betroffenen im Epstein-Fall. Videos der Trump-Äußerung finden beim Kurznachrichtendienst X Verbreitung. Der US-Präsident stellte dabei die Behauptung auf, die Frauen hätten eine Aussage unter Eid abgelehnt. Diese Darstellung wurde von Kritikern umgehend als unwahr zurückgewiesen.

  • Die Frage hatte den Kontext für Trumps umstrittene Äußerung geliefert. Mit seiner Formulierung "Opfer oder was auch immer" relativierte er nicht nur das Leid der Betroffenen, sondern verband dies mit einer falschen Tatsachenbehauptung.

Trump-Kritiker schäumt und widerspricht "The Don" scharf

Der politische Kommentator Aaron Parnas widersprach Trumps Darstellung umgehend und scharf.

  • Auf X stellte er klar, dass niemand eine Aussage unter Eid verweigert habe. Die Frauen hätten vielmehr erklärt, dass sie nicht verpflichtet seien, vor dem Kongress zu erscheinen, nachdem sie bereits ausführlich mit dem FBI gesprochen hätten.

Parnas kritisierte Trump in zweifacher Hinsicht.

  • Erstens werfe der Präsident den Frauen zu Unrecht eine Verweigerungshaltung vor, was schlicht nicht der Wahrheit entspreche. Zweitens bezeichnete er die Formulierung "Opfer oder was auch immer" als eine der herabwürdigendsten Äußerungen, die ein Präsident in diesem Zusammenhang treffen könne.

Wut nach Trump-Aussagen über Epstein-Opfer

Trumps gleichgültige Wortwahl löste auf der Plattform X eine Welle empörter Kommentare aus.

  • Polly Sigh wies ebenfalls darauf hin, dass Trump bezüglich der angeblichen Verweigerung die Unwahrheit sage. Die Opfer hätten mit dem FBI gesprochen, erklärte sie.
  • In einem Kommentar eines X-Users hieß es in Anspielung auf Trumps jüngste Vatikan-Eskapade spottend: "Er mag sich als Jesus dargestellt haben, aber er ist der Teufel."
  • Die Medienplattform "MeidasTouch" brachte die Empörung für viele User auf den Punkt und warf dem Präsidenten vor, bezüglich der Epstein-Opfer zu lügen.
  • Der politische Kommentar-Account Spiro's Ghost bezeichnete Trumps Aussagen als "verabscheuungswürdig, irre und als wahnsinniges Lügenwerk".

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