Feuerpause im Libanon: Netanjahu: Armee bleibt während Waffenruhe in Pufferzone
Israels Regierungschef beschreibt die Feuerpause als Gelegenheit für Gespräche über eine dauerhafte Friedensregelung mit dem Libanon. Israel bestehe dabei auf einer Entwaffnung der Hisbollah.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine zehntägige Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz bestätigt. "Ich habe einer vorübergehenden Feuerpause von zehn Tagen zugestimmt", sagte Netanjahu in einer Videobotschaft.
Ziel sei es, Gesprächen über ein Friedensabkommen mit dem Libanon eine Chance zu geben, die mit einem Treffen der Gesandten beider Länder in Washington begonnen hätten. Israel habe dabei zwei zentrale Forderungen: Eine Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines dauerhaften Friedens beider Staaten.
Während der Waffenruhe werde die israelische Armee in einer "verstärkten Sicherheitszone" im Südlibanon bleiben. Diese reiche vom Mittelmeer bis zur syrischen Grenze und sei etwa zehn Kilometer breit. Dies diene dem Schutz der Ortschaften im Norden Israels vor Hisbollah-Angriffen.
"Wir haben die Gelegenheit, ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanon abzuschließen", sagte Netanjahu. US-Präsident Donald Trump habe den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und ihn eingeladen, um zu versuchen, eine solche Einigung voranzubringen. Diese Gelegenheit bestehe nur, weil Israel im Kampf gegen die Hisbollah in den letzten Jahren eine grundlegende Veränderung des Gleichgewichts erreicht habe. Deswegen habe die libanesische Führung Israel das Angebot direkter Friedensgespräche gemacht. Er habe zugestimmt, sagte Netanjahu.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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