Berlin: UN-Gesandter appelliert für humanitäre Waffenruhe im Sudan

In Berlin geht es am dritten Jahrestag des Bürgerkriegs im Sudan um diplomatische Initiativen und humanitäre Hilfe für die Menschen. Die Kriegsgegner sind nicht angereist.

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Die Berliner Skyline an der Spree. Aktuelle News aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Rico Oder

Vor Beginn der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin hat der UN-Gesandte für den Sudan eine humanitäre Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland gefordert. "So könnten humanitäre Organisationen die Menschen im Sudan mit Hilfe versorgen und dieser Krieg, bei dem Drohnen eingesetzt werden, beendet werden", sagte Pekka Haavisto.

Haavisto sprach von einem "wirklich erschreckenden Bürgerkrieg". Die Konferenz in Berlin sei "ein wichtiges Treffen für die internationale Gemeinschaft, die dem Sudan humanitäre Hilfe leisten und diesen Krieg, der schon so lange andauert, beenden will".

Der Bürgerkrieg im drittgrößten Land Afrikas begann am 15. April 2023. Seit drei Jahren kämpfen die sudanesische Regierungsarmee SAF von De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und die Miliz RSF unter Mohamed Hamdan Daglo erbittert um die Vorherrschaft im Land.

Haavisto sagte, er habe vor seiner Ankunft in Berlin in Sudans Hauptstadt Khartum al-Burhan und in Kenias Hauptstadt Nairobi dessen Kontrahenten Daglo getroffen. Weder al-Burhan noch Daglo nehmen an der Konferenz teil.

An der internationalen Konferenz drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan nehmen Spitzenpolitiker aus Europa und Afrika sowie Vertreter ziviler Gruppen einen neuen Anlauf hin zu einer Friedenslösung für den blutigen Konflikt. Sie soll auch dafür sorgen, dass die laut UN aktuell größte humanitäre Krise weltweit angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit gerät.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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