Ungarn-Wahl: Politischer Umbruch - Péter Magyar richtet klare Worte an Putin
Ungarns künftiger Regierungschef Péter Magyar schlägt im Umgang mit Russland neue Töne an. Er richtet klare Worte an Wladimir Putin und kündigt zugleich an, bestehende Verträge kritisch zu prüfen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Magyar kündigt klaren Kurs gegenüber Russland an
- Deutliche Worte zum Ukraine-Krieg geplant
- Verträge mit Moskau sollen überprüft werden
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Nach dem politischen Umbruch in Ungarn zeichnet sich ein klarer Richtungswechsel ab. Wahlsieger Péter Magyar positioniert sich deutlich gegenüber Russland und kündigt einen anderen Umgang mit dem Kreml an.
"Ein kurzes Telefonat": Magyar wird deutlich
Auf die Frage, wie er auf einen möglichen Anruf von Wladimir Putin reagieren würde, fand Magyar klare Worte. Er betonte, dass er selbst keinen Kontakt suchen werde. Sollte Putin jedoch anrufen, würde er das Gespräch annehmen. Seine Botschaft wäre unmissverständlich: Russland solle den Krieg in der Ukraine beenden. Magyar machte deutlich, dass aus seiner Sicht sowohl auf ukrainischer als auch auf russischer Seite enormes Leid entstanden sei. "Wahrscheinlich wäre es ein kurzes Telefongespräch", erklärte er laut "Bild" und stellte zugleich infrage, ob seine Worte beim Kreml überhaupt Wirkung zeigen würden.
Kritik am Krieg und seinen Folgen
Der künftige Regierungschef verwies auf die hohen Verluste und die weitreichenden Konsequenzen des Krieges. Viele Familien seien betroffen, Städte zerstört und unzählige Menschen hätten ihr Leben verloren. Für Magyar steht fest: Der Konflikt müsse schnellstmöglich beendet werden und das unabhängig davon, wer den Impuls dafür gebe.
Verträge mit Russland auf dem Prüfstand
Trotz der klaren Worte kündigte Magyar keinen vollständigen Bruch mit Moskau an. Stattdessen sprach er von einem "pragmatischen Verhältnis", das weiterhin angestrebt werde. Gleichzeitig sollen bestehende Abkommen überprüft werden. Dazu zählt unter anderem ein umstrittenes Projekt rund um ein Atomkraftwerk. Je nach Ergebnis könnten Verträge angepasst oder sogar beendet werden.
Distanz auch zu Donald Trump
Nicht nur gegenüber Russland setzt Magyar auf Zurückhaltung. Auch ein direkter Kontakt zu US-Präsident Donald Trump sei derzeit nicht geplant. Dennoch betonte er die Bedeutung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Ungarn wolle weiterhin eng mit wichtigen Partnern zusammenarbeiten, allerdings ohne vorschnelle politische Gesten.
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mlk/gom/news.de
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