Donald Trump: "Geschwätz eines Geisteskranken" - Ex-Armeeanwältin attackiert den US-Präsidenten

Nach einem weiteren Verbalangriff Donald Trumps auf das "Wall Street Journal" zeigte sich die ehemalige Armeeanwältin Margaret Donovan in einer TV-Sendung alarmiert: Der US-Präsident erinnere sie mit seiner Tirade an einen psychisch gestörten Mann. 

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Donald Trump sorgt mit seinen Social-Media-Posts weiter für Empörung. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit seinen Social-Media-Posts weiter für Empörung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump greift "Wall Street Journal" auf Truth Social an, nachdem in einem Leitartikel Kritik an der verfrühten Ausrufung des Sieges im Iran-Krieg geübt wurde
  • Ex-Armeeanwältin Margaret Donovan bezeichnet Social-Media-Post des US-Präsidenten als "total verrückt"
  • Es erinnere sie an das "Geschwätz eines Geisteskranken"

Donald Trump ist nach der Waffenstillstandsvereinbarung mit Teheran der Ansicht, einen Sieg im Iran-Krieg errungen zu haben. Das "Wall Street Journal" bezeichnete eine solche Verlautbarung als "verfrüht", woraufhin der US-Präsident die Redaktion der Tageszeitung auf seiner Plattform Truth Social scharf verbal angriff. Margaret Donovan, eine ehemalige Armeeanwältin, zeigte sich nun empört über Trumps neueste Tirade.

Donald Trump giftet gegen "Wall Street Journal" nach kritischem Iran-Artikel

In einem Leitartikel hatte das "Wall Street Journal" unter anderem darauf verwiesen, dass es weiterhin große Probleme im Nahen Osten gibt: So setzte der Iran auch nach dem Deal mit Washington die Angriffe auf US-Verbündete in der Golfregion fort, und die Straße von Hormus blieb blockiert. Doch Trump wollte die Kritik nicht hören und schimpfte:

  • "Das Wall Street Journal, eine der schlechtesten und ungenauesten 'Redaktionen' der Welt, behauptete, ich hätte 'einen verfrühten Sieg im Iran verkündet'. Tatsächlich handelt es sich um einen Sieg, und daran ist nichts 'verfrüht'!"

Der Republikaner behauptete weiterhin, dass dank seines Eingreifens der Iran "niemals" Atomwaffen besitzen werde und man bald das Öl "fließen" sehen werde. "Das Wall Street Journal wird, wie üblich, seine Worte noch bereuen. Sie sind immer schnell mit Kritik, aber niemals bereit zuzugeben, wenn sie Unrecht haben, was meistens der Fall ist!", so Trump weiter. Gleichzeitig kündigte Trump jedoch an, dass das US-Militär zunächst rund um den Iran stationiert bleibe und bereits "voller Vorfreude auf seinen nächsten Feldzug" sei.

Ex-Militärjuristin Margaret Donovan nennt Worte des US-Präsidenten "völlig verrückt"

Die Ex-Armeeanwältin Margaret Donovan äußerte sich in der CNN-Sendung "NewsNight" zu Trumps Social-Media-Posts und bezeichnete diese als "völlig verrückt", wie aktuell "Raw Story" berichtet. Sie zweifelt an der mentalen Verfassung des US-Präsidenten:

  • "Das klingt wie das Geschwätz eines Geisteskranken. Und die Vorstellung, dass Soldaten und amerikanische Truppen einfach nur darauf warten, dass er aus einer Laune heraus eine Entscheidung trifft. Wenn Ihr älterer Nachbar solche Dinge posten würde, würden Sie wahrscheinlich nach ihm sehen und sagen: ‚Ich hoffe, Sie haben keinen Zugang zu Waffen, denn Sie scheinen sehr krank zu sein.' Das ist der Oberbefehlshaber."

Donovan übte zudem Kritik daran, dass ein Großteil des US-Kongresses zu Trumps Vorgehen schweige. Dies sei "katastrophal für die amerikanische Öffentlichkeit".

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