Donald Trump: Sie ist "geistesgestört" und "verräterisch" - jetzt teilt er so richtig aus

Von der treuen Verbündeten zur "geistesgestörten Verräterin" – Donald Trump rechnet auf Truth Social mit Marjorie Taylor Greene ab und feiert dabei ihren Nachfolger als "deutliche Verbesserung". Seine Worte könnten direkter nicht sein.

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Donald Trump feiert den Wahlsieg Clay Fullers in Georgia. Für seine Vorgängerin hat er kein gutes Wort übrig. (Foto) Suche
Donald Trump feiert den Wahlsieg Clay Fullers in Georgia. Für seine Vorgängerin hat er kein gutes Wort übrig. Bild: dpa/AAP/Lukas Coch
  • US-Präsident wird beleidigend bei "Truth Social"
  • Marjorie Taylor Greene als "geistesgestört" bezeichnet
  • Wahlsieg von Clay Fuller in Georgia

Donald Trump hat auf seiner Plattform "Truth Social" einen verbalen Rundumschlag gegen die ehemalige Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene gestartet. Der US-Präsident bezeichnete sie als "Verräterin" und "geistesgestört" – Worte, die selbst für Trumps Verhältnisse bemerkenswert scharf ausfallen. Anlass war die Wahl ihres Nachfolgers. Die Hintergründe.

Clay Fuller sieht bei Nachwahl in Georgia - und Donald Trump feiert es

Ausschlaggebend für die Attacke war der Wahlsieg von Clay Fuller bei der Nachwahl in Georgia. Trump feierte den Republikaner überschwänglich als "wunderbaren und talentierten Mann", der den freigewordenen Kongresssitz übernommen habe. Fuller sei eine "deutliche Verbesserung gegenüber seiner geistesgestörten Vorgängerin", schrieb Trump in seinem Post auf der Social-Media-Plattform "Truth Social".

Warum wurde in Georgia neu gewählt?

Die Nachwahl wurde erforderlich, nachdem Greenes Sitz im Repräsentantenhaus vakant geworden war. Der ehemalige Staatsanwalt Clay Fuller, der von Trump unterstützt wurde, konnte sich gegen seinen demokratischen Kontrahenten Shawn Harris behaupten. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, setzte sich Fuller trotz mehrerer Mitbewerber durch.

Trump selbst verwies in seinem Post darauf, dass Fuller "überzeugend und von Anfang an" gewonnen habe – und das obwohl zahlreiche Kandidaten um den Sitz konkurrierten. Der Wahlkreis gilt als sichere republikanische Hochburg mit einem Trump-Vorsprung von 37 Prozentpunkten.

Trumps Wortspiel auf Kosten der Ex-Verbündeten

Besonders auffällig war Trumps spöttisches Wortspiel mit Greenes Namen. Er nannte sie "Marjorie 'Verräterin' Brown" und fügte hinzu: "Green wird unter Stress zu Brown!" – eine Anspielung darauf, dass Grün unter Druck zu Braun werde. Der Präsident sprach zudem von einem "Makel", den Greene hinterlassen habe.

Früher Verbündete, heute Gegner - Trumps Fehde mit Marjorie Taylor Greene geht weiter

Mit seinem Glückwunsch an Fuller verband Trump eine unmissverständliche Botschaft an seine frühere Unterstützerin: Der neue Abgeordnete stelle eine "deutliche Verbesserung" dar. Die einst enge Verbündete des Präsidenten wird damit öffentlich zur Persona non grata erklärt - und das nicht zum ersten Mal.

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/bos/news.de/stg

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