Donald Trump: Nach Bruch mit MAGA-Vertrauter - Alarmsignal vor Zwischenwahlen

Monate vor den Zwischenwahlen muss Trumps Partei eine Schlappe hinnehmen. In Marjorie Taylor Greenes ehemaligem Wahlkreis erleben die Republikaner einen drastischen Einbruch. Das ausgerechnet in einem der rötesten Bezirke Georgias. 

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Schlappe für Trumps Partei: Demokrat konnte bei einer Wahl in Georgia Punkte gutmachen. (Foto) Suche
Schlappe für Trumps Partei: Demokrat konnte bei einer Wahl in Georgia Punkte gutmachen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Republikaner verteidigt Sitz von Marjorie Taylor Greene in Georgia
  • Hoffnung vor Zwischenwahlen: Demokrat holt auf

Die Republikaner haben den früheren Sitz von Marjorie Taylor Greene in Georgia zwar verteidigt – doch der Preis dafür dürfte der Partei schlaflose Nächte bereiten. Der von Trump unterstützte Kandidat Clay Fuller, ein ehemaliger Staatsanwalt, setzte sich am Dienstag in der Stichwahl durch. Was auf den ersten Blick wie ein Erfolg aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als mögliches Alarmsignal.

Trump-Partei erlebt Wahl-Schlappe: Vorsprung geschrumpft

Denn der Vorsprung der Republikaner im 14. Kongresswahlbezirk von Georgia ist dramatisch geschrumpft, berichtet das Portal "Daily Beast". Er sank von 37 Punkten bei der Präsidentschaftswahl 2024 auf nunmehr magere 12 Punkte. Für einen Wahlkreis, der als tiefrot galt, ist es ein Stimmungstest mit unangenehmen Implikationen für die Zwischenwahlen im November.

Marjorie Taylor GreenesBruch mit Donald Trump

Der Sitz wurde vakant, nachdem Greene den Kongress nach einem dramatischen Zerwürfnis mit dem Präsidenten verlassen hatte. Die einstige enge MAGA-Verbündete und Trump gerieten aneinander – ein wesentlicher Auslöser war Greenes Forderung, die Jeffrey-Epstein-Akten zu veröffentlichen, was der Präsident ablehnte.

Seit diesem massiven Bruch hat sich die ehemalige republikanische Abgeordnete zu einer scharfen Kritikerin Trumps entwickelt. Bei der regulären Wahl 2024 hatte Greene den Wahlkreis noch mit einem Vorsprung von fast 29 Punkten und mehr als 108.000 Stimmen gewonnen.

Republikaner Fuller siegt: Demokrat macht Punkte gut

Bei der Auszählung von knapp 70 Prozent der Stimmen lag Fuller bei 56 Prozent, während sein demokratischer Kontrahent Shawn Harris 44 Prozent erreichte. Der pensionierte Brigadegeneral der US-Armee war schon 2024 gegen Greene angetreten. Bei dieser Wahl konnte er sich diesmal in sämtlichen Counties des Wahlkreises im Vergleich zur letzten Wahl deutlich steigern. Bereits in der ersten Runde am 10. März hatte er Fuller knapp überholt – mit gut 37 Prozent gegenüber knapp 35 Prozent für den Republikaner. In der Stichwahl konnte Fuller dann die zerstreute GOP-Unterstützung hinter sich vereinen.

Hoffnung für Demokraten vor Zwischenwahlen

Für die Demokraten ist das Ergebnis trotz der Niederlage ein Hoffnungsschimmer. Um im November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zu übernehmen, müssen sie lediglich drei Sitze hinzugewinnen. Die Nachwahl in Georgia zeigt, dass mehr Wahlkreise umkämpft sein könnten als bisher angenommen. Die Abstimmung war zugleich einer der ersten bedeutenden politischen Tests, seit Trump Ende Februar Militärschläge gegen den Iran angeordnet hatte. Es wird sich zeigen, ob die Demokraten bei den Zwischenwahlen Chancen auf die Sitze haben werden.

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