Donald Trump: Trump-Regierung kippt Schutzvereinbarungen für Transgender-Schüler
Die US-Regierung hat von den Vorgängerregierungen geschlossene Vereinbarungen zum Schutz von Trans-Schülern aufgehoben. Kritiker schlagen Alarm, die Regierung spricht von "gesundem Menschenverstand".
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat mehrere Abkommen zum Schutz von Transgender-Schülern aufgehoben. Das US-Bildungsministerium teilte am Montag (Ortszeit) mit, Ziel sei es, Schüler und Studierende zu schützen und "den gesunden Menschenverstand wiederherzustellen". Betroffen sind laut Bildungsministerium Schulen und ein College den Bundesstaaten Kalifornien, Pennsylvania, Delaware und Washington. Die Nichtbeachtung könnte zum Entzug von Bundesmitteln führen.
Kritiker sehen darin einen Einschnitt in den Schutz von Minderheiten. Der Leiter des Transgender Law Center, Shelby Chestnut, warnte laut der "New York Times", die Maßnahmen gefährdeten Sicherheit und Teilhabe von Transgender-Schülern. Transmenschen sind Personen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen.
Ministerin spricht von einer "radikalen Transgender-Agenda"
Grundlage ist eine Auslegung von Title IX, einem Ergänzungstext zum US-Bürgerrechtsgesetz von 1972, das geschlechtsspezifische Diskriminierung in allen staatlich geförderten Bildungsprogrammen und -aktivitäten verbietet. Die stellvertretende Staatssekretärin für Bürgerrechte im Bildungsministerium, Kimberly Richey, sprach von einer "radikalen Transgender-Agenda" der demokratischen Vorgängerregierung unter Joe Biden.
Statt Untersuchungen wegen "falscher Geschlechtsbezeichnung" anzustrengen, gehe die Trump-Regierung Vorwürfen nach, denen zufolge Mädchen und Frauen in Sportteams verletzt worden seien oder sich in privaten Räumen unsicher gefühlt hätten.
Die Maßnahme ist Teil einer politischen Neuausrichtung. So war vor einigen Jahren in den USA das Kürzel X im Pass eingeführt worden, um Menschen jenseits der Kategorien männlich und weiblich eine Option zu geben. Trump hingegen verfolgt in seiner zweiten Amtszeit eine rigide Geschlechterpolitik. Er sprach sich etwa dafür aus, dass Transmenschen, denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde, nicht in weiblichen Sportteams antreten sollten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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