Donald Trump massiv unter Druck: Abschuss von US-Kampfjet entlarvt Iran-Lüge von "The Don"
Die jüngst aus dem Iran gemeldeten Abschüsse von US-Kampfjets setzen Donald Trump gewaltig unter Druck - und lassen Lügen von "The Don" auffliegen, der gerade erst prahlte, die USA hätten die Lufthoheit im Iran erobert.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- US-Kampfjets im Iran abgeschossen - Verbleib von Besatzungsmitglied ungewiss
- F-15E-Kampfjet und Black-Hawk-Hubschrauber im Iran beschossen, mehrere Soldaten verletzt
- Donald Trumps Lüge zur US-Lufthoheit im Iran aufgeflogen - Präsident massiv unter Druck
Die Hiobsbotschaften für Donald Trump reißen nicht ab: Der Iran hat erstmals seit Kriegsbeginn am 28. Februar einen US-Kampfjet abgeschossen. Die Maschine vom Typ F-15E Strike Eagle stürzte über dem Süden des Landes ab, wie mehrere US-Medien, darunter "The Daily Beast", übereinstimmend berichten.
US-Kampfjet im Iran abgeschossen - fieberhafte Suche nach Besatzungsmitglied
Von den zwei Besatzungsmitgliedern konnte eines durch US-Spezialkräfte geborgen werden. Nach dem zweiten Crew-Mitglied wird derzeit fieberhaft gesucht, während iranische Kräfte das Absturzgebiet durchkämmen. Iranische Staatsmedien rufen die Zivilbevölkerung dazu auf, bei der Suche nach möglichen Überlebenden zu helfen. Der Abschuss markiert einen erheblichen Rückschlag für die amerikanischen Streitkräfte nach fünf Wochen Kampfhandlungen.
Black-Hawk-Hubschrauber und A-10-Kampfflugzeug im Kriegsgebiet unter Beschuss
Der Abschuss der F-15E war nicht der einzige Rückschlag für die amerikanischen Streitkräfte an diesem Tag. Nahe der Straße von Hormus traf iranisches Feuer auch ein Kampfflugzeug vom Typ A-10, das an der Rettungsmission für die abgestürzte Crew beteiligt war. Dem Piloten gelang es, seine beschädigte Maschine in den kuwaitischen Luftraum zu steuern und sich dort in Sicherheit zu bringen.
Darüber hinaus wurden laut NBC News und der "Washington Post" zwei Black-Hawk-Hubschrauber getroffen, die ebenfalls an den Such- und Rettungsmaßnahmen teilnahmen. Bei diesen Angriffen erlitten mehrere Soldaten Verletzungen. Beide Helikopter konnten jedoch sicher zu ihrer Basis zurückkehren. Die Vorfälle verdeutlichen, dass der Iran trotz wochenlanger Bombardierung durch amerikanische und israelische Streitkräfte weiterhin in der Lage ist, den Angreifern erheblichen Schaden zuzufügen.
Donald Trump massiv unter Druck: Prahlerei um Lufthoheit im Iran als Lüge entlarvt
Die Regierung in Washington hielt sich zunächst bedeckt zu den Vorfällen. Für Präsident Donald Trump bedeutet der Verlust des Kampfflugzeugs politischen Druck – hatte er doch wiederholt behauptet, die USA hätten die vollständige Lufthoheit über dem Iran erlangt. Die Abschüsse stehen in krassem Widerspruch zu den Aussagen des US-Präsidenten. Am 1. April hatte Trump noch in einer Fernsehansprache aus dem Weißen Haus erklärt: "Wir könnten es treffen und es wäre weg, und sie könnten nichts dagegen tun. Sie haben keine Flugabwehrausrüstung. Ihr Radar ist zu 100 Prozent vernichtet." Wenige Tage zuvor hatte er auf einer Investorenkonferenz in Miami einen ähnlichen Ton angeschlagen. Der Iran sei "nicht mehr mächtig", die USA würden "einfach oben drüber schweben und nach allem suchen, was wir wollen", so Trump damals.
Iran fügt US-Militär empfindliche Rückschläge zu und stellt Donald Trump als Lügner bloß
Diese Darstellung erweist sich nun als unhaltbar. Laut ABC News setzte der Iran passive Infrarot-Erkennungssysteme ein, um die US-Flugzeuge aufzuspüren und anzugreifen. Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verspottete die USA auf der Plattform X: Der Krieg sei von "Regimewechsel" zu "Kann jemand unsere Piloten finden?" herabgestuft worden.
So reagiert der US-Präsident auf die Kampfflieger-Abschüsse im Iran
Auf die Frage, wie er reagieren würde, falls das vermisste Besatzungsmitglied von iranischen Kräften gefangen genommen oder verletzt werden sollte, wich Trump aus. "Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil - wir hoffen, dass das nicht passieren wird", sagte er laut "The Independent" in einem Telefoninterview. Auswirkungen auf mögliche Verhandlungen mit Teheran sieht der Präsident nicht. Gegenüber NBC News erklärte er auf entsprechende Nachfrage: "Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg."
Anders als gewöhnlich verzichtete Trump darauf, Washington am 3. April zu verlassen. Normalerweise verbringt er die Wochenenden in seinem Club Mar-a-Lago in Florida. Laut seinem offiziellen Terminplan bleibt er am Samstag vor Ostern jedoch in der Hauptstadt. Das Weiße Haus und das Pentagon äußerten sich zunächst nicht zu den Vorfällen.
USA setzen Angriffe im Iran fort - Explosionen erschüttern Teheran
Während die Suche nach dem vermissten Piloten andauert, setzten die USA ihre Angriffe auf den Iran fort. Am späten Abend des 3. April erschütterten massive Explosionen die Hauptstadt Teheran. Anwohner im Norden der Stadt berichteten, dass ganze Gebäude gebebt hätten und Menschen in Panik auf die Straßen gelaufen seien. Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran wurden getroffen, überall sei Rauch zu sehen gewesen.
Der Zeitpunkt traf viele Iraner unvorbereitet: Am Freitag endeten die zweiwöchigen persischen Neujahrsferien, weshalb zahlreiche Menschen gerade erst in die Hauptstadt zurückgekehrt waren. "Nun aber packen sie und wollen wieder raus", schilderte ein Bewohner die Lage.
Als Vergeltung attackierte der Iran erneut Ziele in Golfstaaten. In Bahrain heulten Sirenen, Bürger wurden aufgefordert, Schutz zu suchen. In Dubai stürzten nach Luftabwehreinsätzen Trümmer auf eine Gebäudefassade im Stadtteil Dubai Marina. Auch Israel meldete Schäden nach Raketenbeschuss.
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loc/news.de/dpa/stg
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