Donald Trump: Nach Trump-Drohung: Führende Senatsmitglieder für Verbleib in der Nato
In seiner Rede an die Nation sprach US-Präsident Donald Trump das Thema nicht an, aber zuvor drohte er erneut mit einem Austritt aus der Nato. Der US-Senat hätte allerdings ein Wörtchen mitzureden.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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US-Präsident Donald Trump bekommt für seine Äußerungen zu einem möglichen Nato-Austritt überparteilichen Gegenwind aus dem US-Senat. In einer gemeinsamen Erklärung schreiben der Demokrat Chris Coons und der Republikaner Mitch McConnell, US-Amerikaner seien sicherer, wenn die Nato stark sei. "Der Senat wird das Bündnis weiterhin unterstützen, da es Amerika, Europa und der Welt Frieden und Schutz bietet", heißt es in der Mitteilung.
Trump könnte über einen Austritt ohnehin nicht alleine entscheiden, er bräuchte dafür eine Zweidrittelmehrheit im US-Senat.
Die beiden Senatoren weisen auch darauf hin, dass die Nato seit ihrer Gründung 1949 nur einmal in den Krieg gezogen sei, und zwar als Reaktion auf einen Angriff auf die USA. Auch diese Unterstützung und die damit verbundenen Opfer innerhalb der Natotruppen sollten in den Vereinigten Staaten nicht vergessen werden, mahnten die beiden.
"Nato-Truppen kämpften und starben in Afghanistan und im Irak an der Seite amerikanischer Streitkräfte. Die Vereinigten Staaten dürfen dieses Opfer – und auch die Bereitschaft unserer Verbündeten, es erneut zu bringen – nicht auf die leichte Schulter nehmen."
Trump erwähnt Nato in seiner Rede an die Nation nicht
Trump und sein Außenminister Marco Rubio haben erst kürzlich wieder den Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato angedroht - in seiner von Millionen US-Zuschauern verfolgten Rede an die Nation am Mittwochabend (Ortszeit) erwähnte der US-Präsident das Verteidigungsbündnis allerdings nicht. Zuvor hatte er der britischen Zeitung "The Telegraph" gesagt, es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdacht werden müsse.
Trump ist verärgert darüber, dass diverse Nato-Mitglieder den Krieg der USA und Israels gegen den Iran nicht unterstützen. Dabei geht es unter anderem um die Nutzung von Stützpunkten und die Öffnung der von Teheran faktisch geschlossenen Straße von Hormus, durch die ein Teil des Welthandels sowie wichtige Öllieferungen laufen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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