Donald Trump: "Eine Schande" - Kriegsminister Hegseth nach Hubschrauber-Affäre massiv unter Druck

Pete Hegseth stoppt eine Militär-Ermittlung und hebt Strafen für Piloten auf. Die Entscheidung sorgt für scharfe Kritik. US-Präsident Donald Trump äußert sich ebenfalls, spielt den Vorfall jedoch herunter.

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Wirbel um Militär-Entscheidung: Hegseth stoppt Ermittlungen (Foto) Suche
Wirbel um Militär-Entscheidung: Hegseth stoppt Ermittlungen Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Pete Hegseth beendet Untersuchung und hebt Suspendierung auf
  • Kritik: "Schande" und Vorwurf eines gefährlichen Eingriffs
  • Donald Trump reagiert gelassen auf den umstrittenen Vorfall

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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine laufende Untersuchung innerhalb des Militärs abrupt beendet. Konkret ging es um Piloten, die mit Kampfhubschraubern nahe dem Anwesen des Musikers Kid Rock in der Luft verharrten. Das US-Militär hatte nach dem Vorfeld eine interne Ermittlung eingeleitet und die Piloten vorübergehend suspendiert. "Die Piloten der Armee müssen strenge Sicherheitsstandards, Professionalität und geltende Flugvorschriften einhalten", zitierte der US-Sender NBC aus einer Mitteilung der Armee vom Montag. Falls ein Fehlverhalten vorliegen sollte, würden angemessene Maßnahmen ergriffen, hieß es weiter. Doch Hegseth griff ein und hob die Maßnahme eigenständig auf. In einem Post auf X schrieb er: "Piloten-Suspendierung aufgehoben. Keine Bestrafung. Keine Ermittlung. Macht weiter, Patrioten."

Kritik an Pete Hegseths Umgehung von Regeln

Die Entscheidung löste deutliche Reaktionen aus. Beobachter sehen darin einen ungewöhnlichen Eingriff in interne Abläufe des Militärs. Kritisiert wird vor allem, dass bestehende Verfahren außer Kraft gesetzt wurden. Stimmen aus Politik und Medien sprechen von einem problematischen Signal für den Umgang mit militärischen Vorschriften.

Reaktionen auch aus dem Umfeld und von Donald Trump

In US-Medien kam Kritik an der Entscheidung Hegseths auf. "Es handelte sich um einen bemerkenswerten Eingriff auf höchster Pentagon-Ebene, der die interne militärische Befehlskette umging", schrieb etwa die "New York Times". Dies sei ein weiteres Indiz für Hegseths "Verachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Militär".

Besonders scharf fiel die Kritik von Ex-Militär Travis Akers aus: "Pete Hegseth ist eine Schande", schrieb der ehemalige Geheimdienstoffizier. Veteran John Jackson äußerte sich "Raw Story" zufolge ebenfalls deutlich und sprach von einem schwerwiegenden Vorgang: Der Einsatz von Kampfhubschraubern habe gegen mehrere Vorschriften verstoßen und sei "eine akute Krise".

Auch Donald Trump äußerte sich zu dem Vorfall. Der US-Präsident zeigte sich laut NBC nicht sonderlich besorgt über den Vorfall. Auf die Frage während einer Zeremonie zur Unterzeichnung eines Dekretes, ob er das Video gesehen habe, sagte er: "Nein, habe ich nicht. Aber ich bin mir sicher, sie hatten ihren Spaß." Dem Sender zufolge fügte er hinzu: "Das hätten sie wahrscheinlich nicht tun sollen. Man soll doch keine Spielchen spielen, oder?"

Debatte über Rolle des Militärs

Der Vorgang wirft erneut Fragen zur politischen Neutralität der Streitkräfte auf. Kritiker warnen, dass solche Entscheidungen das Vertrauen in klare Regeln und Strukturen innerhalb des Militärs beschädigen könnten.

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/sfx/news.de/dpa

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