Donald Trump: Geheime Absprache? Trumps TV-Aufruf sorgt für heftige Spekulationen

Donald Trump forderte Amerikaner auf, Mark Levins Sendung einzuschalten – Stunden später verlangte der konservative Kommentator dort US-Bodentruppen im Iran. Kritiker sprechen von einer koordinierten Vorbereitung auf eine Invasion.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Hat Donald Trump den US-Moderator Mark Levin benutzt, um die Öffentlichkeit auf einen möglichen Bodeneinsatz im Iran vorzubereiten? (Foto) Suche
Hat Donald Trump den US-Moderator Mark Levin benutzt, um die Öffentlichkeit auf einen möglichen Bodeneinsatz im Iran vorzubereiten? Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
  • US-Kommentator Mark Levin fordert US-Bodentruppen im Iran
  • Donald Trump bewirbt TV-Sendung kurz zuvor – Vorwurf koordinierter Vorbereitung
  • Iran-Krieg könnte Republikaner die Wahl kosten

Amerika am Rande einer neuen Eskalation? TV-Star Mark Levin fordert offen Bodentruppen im Iran – und Präsident Donald Trump macht dafür Werbung. Kritiker schlagen Alarm: Wird hier die US-Öffentlichkeit heimlich auf einen möglichen Bodeneinsatz im Iran vorbereitet?

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Iran-Alarm im US-TV: Moderator fordert Bodentruppen im Iran

Der konservative US-Kommentator Mark Levin hat mit einer drastischen Forderung für Aufsehen gesorgt. In seiner Sendung sprach er sich offen dafür aus, amerikanische Bodentruppen in den Iran zu entsenden. Sein Ziel: Die Uranvorräte des Landes sichern – ein Rohstoff, der für Atomwaffen genutzt werden kann. Doch der Zeitpunkt wirft Fragen auf.

Donald Trump rief persönlich zum Einschalten auf: Was steckt wirklich dahinter?

Denn: Nur Stunden vor der Ausstrahlung hatte Donald Trump in einem Post auf Truth Social dazu aufgerufen, Levins Sendung einzuschalten. Für Kritiker ist das kein Zufall. Sie vermuten eine gezielte Inszenierung, um die amerikanische Bevölkerung auf einen möglichen Militäreinsatz einzustimmen. Der Vorwurf: Politik und Medien arbeiten hier Hand in Hand.

Der geopolitische Kommentator Brian Allen erhob daraufhin schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten. "Trump hat die Amerikaner gerade aufgefordert, heute Abend Mark Levin zu schauen", schrieb Allen auf X. "Levins Botschaft: Wir brauchen Bodentruppen im Iran, um ihr Uran zu beschlagnahmen." Sein Vorwurf: Der Präsident der Vereinigten Staaten nutze einen Kabelfernsehmoderator, um die Öffentlichkeit auf eine Bodeninvasion vorzubereiten.

Verschweigt Levin entscheidende Fakten?

Besonders brisant: Levins Argumentation weist laut Kritikern eine entscheidende Lücke auf. Zwar betonte er die Gefahr durch iranisches Uran – doch ließ er einen wichtigen Punkt unerwähnt:Die iranischen Uranvorräte sind nach Angaben von Kritikern nicht auf ein Niveau angereichert, das für die Produktion von Nuklearwaffen ausreichen würde. Diese Auslassung wird dem ehemaligen Reagan-Mitarbeiter nun vorgeworfen, wie unter anderem das Onlineportal "Raw Story" berichtet.  Sie nährt den Verdacht, dass Levin bewusst ein unvollständiges Bild der Lage zeichnete, um den Militäreinsatz zu rechtfertigen.

"Dümmste Entscheidung" könnte Republikaner die Wahlen kosten

Die Reaktionen auf Levins Auftritt fielen dementsprechend vernichtend aus. Der politische Kommentator "TheWuhanClan", ein selbsterklärter Kriegsveteran mit über 20.000 Followern auf X, formulierte es drastisch: "Mark Levin könnte im Alleingang die Midterms für die Republikaner verlieren und Trumps Vermächtnis für die Ewigkeit zerstören." Der Krieg im Iran sei "das Dümmste", was die Partei hätte tun können.

Die Kritik trifft die Republikaner zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Zwischenwahlen 2026 stehen bevor, und die Forderung nach einer Bodeninvasion dürfte bei vielen Wählern auf Ablehnung stoßen. Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Amerikaner einen solchen Militäreinsatz ablehnt. 

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