Venezuela und USA: Maduro wieder vor US-Gericht: Streit um Anwaltskosten
Im Januar nahm das US-Militär Nicolás Maduro in Venezuela gefangen. Jetzt erschien der abgesetzte Präsident erneut vor einem New Yorker Gericht - einem Prozess steht aber noch einiges im Weg.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Die Staatsanwaltschaft argumentiert unter anderem, dass dies gegen Sanktionen gegen Venezuela verstoßen würde. Die Verteidigung bringt dagegen vor, dass so kein fairer Prozess für Maduro gewährleistet werden könne und die Anklage fallengelassen werden müsse. Der Richter schloss aus, das Verfahren zum derzeitigen Zeitpunkt wegen der Finanzierungsfrage fallenzulassen.
Richter kündigt Entscheidung zu späterem Zeitpunkt an
Richter Alvin Hellerstein kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung zur Frage der Bezahlung der Anwaltskosten treffen zu wollen. Auch ein möglicher Termin für eine weitere Gerichtsanhörung solle zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden. Ein möglicher Prozess hat noch nicht begonnen. Die bisherigen zwei Gerichtstermine sind Teil eines Vorverfahrens.
Maduro hatte sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung über Jahre autoritär geführt. Anfang des Jahres waren er und seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas von US-Spezialkräften festgenommen worden.
Das werfen die USA Maduro vor
Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" angeklagt. Er soll demnach sein Amt dazu genutzt haben, um den Schmuggel von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. Dafür soll Maduro sich mit Drogenhändlern verbündet und selbst persönliche Vorteile daraus gezogen haben.
Kritiker betrachten den US-Militäreinsatz in Venezuela als Verstoß gegen das Völkerrecht. Eine zentrale Frage ist auch, ob die USA die Immunität von Maduro als Staatschef verletzt haben - und er eigentlich nicht hätte außer Landes geschafft und angeklagt werden dürfen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Donald Trump News: Trump lüftet Geheimnis um "riesiges Geschenk" aus Teheran
- Friedrich Merz: Linken-Abgeordnete Köktürk zeigt Merz auf Instagram den Mittelfinger
- Bundesverwaltungsgericht: Nürnberg darf in Allianz gegen Rechtsextremismus bleiben
- Donald Trump News: Trump bezeichnet Kontrolle über Irans Öl als "Option"
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.