Boris Pistorius: Verteidigungsminister schließt deutsche Kriegsbeteiligung im Iran aus
Boris Pistorius spricht über eine mögliche Waffenruhe im Iran-Konflikt und stellt eine deutsche Rolle bei der Absicherung eines Friedens in Aussicht. Gleichzeitig warnt er vor globalen Folgen des Kriegs.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Deutschland könnte Frieden im Iran-Konflikt absichern
- Warnung von Boris Pistorius vor wirtschaftlichen Folgen weltweit
- Kritik von Boris Pistorius an fehlender US-Strategie im Krieg
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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat sich mit deutlichen Worten zum Krieg im Iran geäußert und vor weltweiten wirtschaftlichen Schäden gewarnt. Bei einem Treffen mit Australiens Verteidigungsminister Richard Marles in Canberra beschrieb er die Lage als erheblichen Belastungsfaktor für die internationale Wirtschaft.
Nach Einschätzung des Ministers zeigten sich die Folgen bereits nach kurzer Zeit deutlich. Eine schnelle diplomatische Lösung sei daher dringend erforderlich und zwar aus Sicht aller beteiligten Akteure.
Boris Pistorius fordert Diplomatie und Distanz zum Konflikt
Pistorius machte laut "Bild" zugleich klar, dass Deutschland nicht Teil der militärischen Auseinandersetzung sei. Man sei weder eingebunden worden noch habe man eine aktive Rolle in der Eskalation gespielt. Eine politische Lösung müsse aus seiner Sicht vor allem zwischen den Konfliktparteien selbst gefunden werden. Deutschland wolle vermeiden, in den Krieg hineingezogen zu werden.
Unterstützung für Absicherung eines Friedens
Sollte es zu einer Waffenruhe kommen, stellt Pistorius eine mögliche deutsche Beteiligung an deren Absicherung in Aussicht. Denkbar sei etwa ein Beitrag zur Stabilisierung der Region oder zum Schutz wichtiger Seewege. Besonders im Fokus steht dabei die Straße von Hormus, eine der zentralen Routen für den globalen Ölhandel. Ein freier und sicherer Schiffsverkehr dort habe internationale Bedeutung. Pistorius betonte, dass Deutschland grundsätzlich bereit sei, einen möglichen Frieden aktiv zu stützen und abzusichern.
Boris Pistorius äußert Kritik an fehlender Strategie der USA
Deutlich kritisch äußerte sich der Verteidigungsminister zur bisherigen Kriegsführung der Vereinigten Staaten. Aus seiner Sicht fehle es an klaren Zielen, abgestimmten internationalen Konsultationen und einer langfristigen Ausstiegsstrategie. Gerade das Fehlen eines solchen Plans bereite ihm besondere Sorgen, so Pistorius im Rahmen seines Besuchs im National Press Club Australiens.
Zusammenarbeit mit Australien vertieft
Parallel zu den politischen Gesprächen vereinbarten Deutschland und Australien eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit. Dazu gehört unter anderem die erleichterte Stationierung von Truppen sowie eine stärkere Kooperation im Bereich der Weltraumverteidigung. Pistorius setzt damit seine Reise durch den Indo-Pazifik fort. Zuvor hatte er bereits Stationen in Japan und Singapur besucht, wo ähnliche sicherheitspolitische Themen im Mittelpunkt standen.
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mlk/news.de
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