Donald Trump: USA im Iran-Streit unter Druck - Strategie sorgt für Zweifel

Droht den USA im Iran-Konflikt eine Niederlage? Ein Nobelpreisträger warnt vor Trumps Strategie und sieht gefährliche Schwächen im Umgang mit Sanktionen, Ölpolitik und geopolitischem Druck.

Erstellt von - Uhr

Nobelpreisträger übt scharfe Kritik an Donald Trumps Kurs (Foto) Suche
Nobelpreisträger übt scharfe Kritik an Donald Trumps Kurs Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Ökonom sieht Trumps Kurs als Zeichen strategischer Schwäche
  • Straße von Hormus wird zum entscheidenden Machtfaktor
  • Sanktionen und Ölpolitik könnten Iran in die Hände spielen

Mehr News zu US-Präsident Donald Trump finden Sie am Ende des Textes.

Der Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman sieht die aktuelle Politik der US-Regierung äußerst kritisch. Seiner Einschätzung nach signalisiere das Vorgehen Washingtons vor allem eines: Schwäche. Auslöser der Kritik ist unter anderem die Lockerung von Sanktionen gegen iranisches Öl. Diese Maßnahme sollte offenbar steigende Energiepreise abfedern, könnte laut Krugman jedoch genau das Gegenteil bewirken und dem Iran zusätzlichen Spielraum verschaffen.

Straße von Hormus als geopolitischer Hebel

Besonders brisant ist die Lage rund um die Straße von Hormus. Die Meerenge gilt als zentrale Route für den globalen Ölhandel. Nach Beginn militärischer Angriffe durch die USA und Israel hat der Iran den Zugang stark eingeschränkt. Damit kontrolliert Teheran indirekt einen erheblichen Teil der weltweiten Energieversorgung. "Raw Story" zufolge warnt Krugman eindringlich: Indem die USA hier nachgeben, könnten sie dem Iran strategische Vorteile verschaffen.

Wirtschaftlicher Druck als entscheidender Faktor

Nach Einschätzung des Nobelpreisträgers entscheidet sich der Konflikt nicht nur militärisch, sondern vor allem wirtschaftlich. Die zentrale Frage sei, welche Seite länger Belastungen aushalten könne. Während die USA militärisch überlegen erscheinen, sieht Krugman Schwächen bei der wirtschaftlichen Durchhaltefähigkeit. Die Lockerung von Sanktionen könne als Zeichen gewertet werden, dass Washington steigende Kosten vermeiden wolle.

Drohungen von Donald Trump statt klarer Strategie?

Parallel dazu verschärfte Donald Trump den Ton gegenüber Teheran und stellte Angriffe auf Infrastruktur in Aussicht, sollte der Iran den Schiffsverkehr weiter behindern. Doch genau diese Mischung aus Druck und Zugeständnissen sorgt laut Experten für ein widersprüchliches Bild. Kritiker befürchten, dass diese Strategie langfristig die Position der USA schwächen könnte.

Steht der Konflikt vor einer Wendung?

Die Entwicklung im Nahen Osten bleibt angespannt. Steigende Ölpreise, militärische Drohungen und politische Zugeständnisse zeigen, wie komplex die Lage ist. Ob die USA ihre Ziele erreichen oder tatsächlich an Einfluss verlieren, hängt laut Beobachtern maßgeblich davon ab, wie konsequent Washington seinen Kurs in den kommenden Wochen verfolgt.

Mehr News zu US-Präsident Donald Trump finden Sie hier:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.