Wladimir Putin greift durch: Deshalb will der Kreml-Chef Frauen zum Psycho-Doc scheuchen
Sein seit mehr als vier Jahren tobender Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Bevölkerung in Russland empfindlich dezimiert - nun will Wladimir Putin um jeden Preis die Geburtenrate erhöhen. Frauen, die sich der Fortpflanzung widersetzen, droht der Zwangstermin beim Psychiater.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
Suche
- Wladimir Putin kämpft in Russland mit niedriger Geburtenrate
- Mehr Nachwuchs für das russische Volk: Kreml-Chef greift zu bizarren Methoden
- Frauen ohne Kinderwunsch sollen zu Psychiater-Termin gezwungen werden
Gründe für gewollte Kinderlosigkeit gibt es etliche, wobei keine Frau ohne eigenen Nachwuchs gezwungen sein sollte, diese offenzulegen - es sei denn, im eigenen Pass ist die russische Staatsangehörigkeit vermerkt. Denn wenn es nach Wladimir Putin geht, soll künftig jede kinderlose Frau in seinem Einzugsgebiet zu einer psychologischen Behandlung gezwungen werden, um sie zur aktiven Familienplanung zu bewegen.
Geburtenrate in Russland auf historischem Tiefstand - Wladimir Putin fährt schwere Geschütze auf
Wie in der "Bild" zu lesen ist, liegt der Grund für den Pflichttermin beim Psycho-Doc auf der Hand: Wladimir Putin will um jeden Preis die Geburtenrate in seinem Land nach oben treiben, die sich derzeit auf einem historischen Tiefstwert befinden. Mit durchschnittlich 1,4 Kindern pro Frau befindet sich das Land auf einem historischen Tiefstand. Für eine stabile Bevölkerungsentwicklung wären jedoch 2,1 Kinder pro Frau erforderlich.
DochNachwuchs wird in Russland dringend gebraucht, denn mit seinem seit mehr als vier Jahren tobenden Angriffskrieg gegen die Ukraine hat der Kreml-Chef für russische Bevölkerung spürbar dezimiert. Aus Russlands Gesundheitsministerium kommt nun die glasklare Ansage: Alle Frauen, die aus eigener Motivation keine Kinder in die Welt setzen, sind geistig gestört und ein Fall für den Psychologen!
Wladimir Putin will kinderlose Frauen zum Psychiater zwingen
Den neuen Richtlinien des Putin-Ministeriums zufolge sollen Ärzte bei Untersuchungen zur reproduktiven Gesundheit gezielt nach der gewünschten Kinderzahl fragen. Wer angibt, keinen Nachwuchs zu wollen, wird demnach an einen Psychologen überwiesen. Das erklärte Ziel: "eine positive Einstellung zum Kinderwunsch zu entwickeln". Die neuen Vorgaben richten sich übrigens ausschließlich an russische Frauen – für Männer ohne Kinderwunsch gibt es keine vergleichbaren Konsequenzen.
Kreml-Chef will mehr Kinder von Russlands Frauen - so soll das Kinderkriegen schmackhaft gemacht werden
Offiziell handelt es sich lediglich um eine Empfehlung. In einem Land, das seit 26 Jahren von Wladimir Putin regiert wird, verstehen die Menschen solche Vorgaben jedoch als verbindliche Anweisung. Die psychologische Überweisung ist nur ein Baustein in Russlands Kampagne zur Steigerung der Geburtenrate. Bereits zuvor wurden die Abtreibungsgesetze deutlich verschärft. Auch Werbung für ein Leben ohne Kinder steht mittlerweile unter Strafe.
Seit dem 1. März lockt der Staat zudem mit finanziellen Anreizen. Schwangere Studentinnen und teilweise auch Schülerinnen erhalten eine Prämie von 100.000 Rubel – umgerechnet etwa 1.080 Euro –, sofern sie das Kind zur Welt bringen. Das berichtet die "Nowaja Gazeta". Putin selbst forderte, durch "gemeinsame Anstrengungen" sicherzustellen, "dass junge Menschen aufrichtig danach streben, die Freude der Mutterschaft zu finden".
Wladimir Putin braucht mehr Soldaten-Nachwuchs für seinen Ukraine-Krieg
Hinter den drastischen Maßnahmen steht ein militärisches Kalkül. Der Kreml-Chef benötigt dringend Nachwuchs für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Hunderttausende russische Männer hat Putin bereits in dem Konflikt verheizt. Die demografische Lage verschärft das Problem zusätzlich. Mit einer Geburtenrate von nur 1,4 Kindern pro Frau erreicht Russland einen historischen Tiefpunkt. Um die Bevölkerungszahl stabil zu halten, wären 2,1 Kinder pro Frau notwendig. Die zunehmende Bevormundung russischer Frauen erscheint vor diesem Hintergrund als verzweifelter Versuch, den Soldatenmangel langfristig zu beheben.
Weitere Beiträge zum Thema finden Sie hier:
- Paranoider Kreml-Chef verschanzt sich in Todesangst abseits des Kreml
- Die Welt muss sich aufs Ende des Kreml-Chefs gefasst machen
- Ist Wladimir Putin das nächste Ziel? Vertrauter drängt zum Handeln
- Russland-Nationalisten wollen Kreml-Chef als "Verräter" hinrichten
- Kreml-Lüge fliegt Putin um die Ohren - US-Geheimdienst entlarvt vermeintliche Terror-Beweise
loc/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.