Wladimir Solowjow: Putin-Vertrauter lüftet brisanten Angriffsplan gegen die Nato
Im russischen Staatsfernsehen wird weiter gehetzt und Angriffspläne gegen die Nato geschmiedet. Dabei gerieten Moderator Wladimir Solowjow und der Duma-Abgeordnete Leonid Kalaschnikow in einen Streit darüber, ob Russland die Nato direkt oder über Stellvertreter angreifen soll.
Von news.de-Redakteurin Franziska Kais - Uhr
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- Wladimir Solowjow schmiedet Angriffsplan gegen die Nato
- Putin-Sprachrohr und Duma-Abgeordneter diskutieren über Stellvertreter-Krieg
- Leonid Kalaschnikow bereit für Angriff: "Lasst uns den ersten Schritt machen"
Im russischen Staatsfernsehen wird nicht erst seit Beginn des Ukraine-Krieges gegen den Westen, die Nato und vermeintliche Russland-Feinde gehetzt. Wladimir Solowjow gehört dabei zu Russlands Top-Propagandisten und sorgt mit seinen martialischen Aussagen in seiner Talkshow "Ein Abend mit Wladimir Solowjow" sowie in seiner Sendung "Voller Kontakt" regelmäßig für Entsetzen bei westlichen Beobachtern.
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Wladimir Solowjow schmiedet Angriffsplan gegen die Nato
In der aktuellen Ausgabe seiner Sendung "Ein Abend mit Wladimir Solowjow", die beim staatlichen Sender Rossija-1 ausgestrahlt wird, geriet das Putin-Sprachrohr mit einem seiner Gäste, dem Duma-Abgeordneten Leonid Kalaschnikow, in eine hitzige Diskussion darüber, ob Russland die Nato-Staaten direkt oder doch über Stellvertreter angreifen solle:
- "Du sagst ständig: 'Lasst uns Rheinmetall angreifen.' Wie willst du Rheinmetall angreifen? Direkt? Dann beginnen wir sofort Krieg mit Deutschland. (Leonid Kalaschnikow)
- "Es wird keinen Krieg auslösen." (Solowjow)
- "Gut, dann beginnen wir wenigstens mit Proxys." (Kalaschnikow)
- "Schau, Iran hat eine Basis auf Zypern getroffen. Hat ein Krieg begonnen?" (Solowjow)
- "Ich sage dir: Sie sind im Krieg. Die Briten sind in den Krieg eingetreten." (Kalaschnikow)
- "Warte, ich sage dir: Stell dir vor, Iran schlägt zu. Was ist daran Fantasie?" (Solowjow)
- "Unsere Aufklärer sollen anfangen. Haben sie Angst vor Krieg?" (Kalaschnikow)
- "Bist du Kommunist oder nicht?" (Solowjow)
- "Ich sage: Lasst uns den ersten Schritt machen. Den ersten Schritt – ihre Umspannwerke angreifen. Sie verstecken sich hinter jemandem. Sollen unsere Proxys handeln." (Kalaschnikow)
"Proxys" meint in diesem Zusammenhang dritte Akteure, die stellvertretend für ein Land handeln, damit dieses nicht direkt als Angreifer erscheint.
Meanwhile in Russia: state TV host Vladimir Solovyov clashed with State Duma deputy Leonid Kalashnikov as to whether Russia should attack NATO countries directly or do it through proxies.https://t.co/YTUWrug0g6 pic.twitter.com/0MVFpUTSZ9
— Julia Davis (@JuliaDavisNews) March 23, 2026
Geteilt wurde der entsprechende Ausschnitt der Sendung auf dem YouTube-Kanal "Russian Media Monitor", auf dem die US-Journalistin Julia Davis regelmäßig Ausschnitte aus dem russischen Staatsfernsehen, die zuvor zu Aufklärungszwecken mit englischen Untertiteln versehen worden sind, veröffentlicht.
Russland könnte Stellvertreter-Krieg beginnen - Entsetzen über Solowjows Gedanken-Experiment
In den sozialen Netzwerken zeigt man sich besorgt ob der Szenen aus dem russischen Staatsfernsehen. Bereits mit Beginn des Ukraine-Krieges ist die Angst gestiegen, Russland könnte nach der Ukraine weitere europäische Länder angreifen. So kommentierte eine X-Nutzerin: "Das ist eines der beängstigendsten Videos, die du bisher gepostet hast!" "Ist das der Beginn des Dritten Weltkriegs?", fragt sich ein anderer. "Diese Leute sind doch total verrückt ... Wie wäre es, wenn man einfach den Krieg in der Ukraine beendet und in verdammtem Frieden lebt?", zeigt sich ein dritter Nutzer entsetzt.
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fka/bos/news.de
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