Donald Trump: Spaniens Regierungschef dankt Merz für Einstehen gegenüber Trump

Sieht so Zusammenhalt aus? Trump droht Nato-Mitglied Spanien, Merz schweigt öffentlich dazu. Madrid reagierte verärgert. Jetzt sind die Töne ganz anders.

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Mit einer Verordnung will Donald Trump die Glyphosat-Produktion in den USA unterstützen. (Foto) Suche
Mit einer Verordnung will Donald Trump die Glyphosat-Produktion in den USA unterstützen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat nach der Verstimmung in der Beziehung zu Deutschland von einem sehr guten Verhältnis gesprochen. Er wolle Bundeskanzler Friedrich Merz dafür danken, dass dieser US-Präsident Donald Trump nach dessen Drohung gegen Spanien in einem privaten Treffen die Solidarität Deutschlands mit Spanien dargelegt habe, sagte Sánchez am Rande eines Treffens europäischer Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Das sei für ihn entscheidend. Spanien habe zur deutschen Regierung "das beste Verhältnis".

Trump hatte Anfang März bei einem Treffen mit Merz in Washington harte Kritik an den Regierungen in Madrid und London geübt. "Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen", beschwerte sich Trump mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. Deshalb habe er seinen Finanzminister angewiesen, "alle Deals" mit Madrid einzustellen. Vor laufenden Kameras ging Merz im Weißen Haus nicht auf die Angriffe Trumps ein.

Später betonte Merz mit Blick auf den US-Zollkonflikt mit der EU, Spanien sei Mitglied der EU. "Und als solches führen wir Verhandlungen über ein Zollabkommen mit den USA nur gemeinsam oder gar nicht", stellte Merz klar. Das öffentliche Schweigen hatte die Regierung in Madrid verärgert.

Spanien ist innerhalb der EU einer der schärfsten Kritiker von Trumps Politik und setzt sich deutlich von dem eher auf Schadenbegrenzung bedachten Kurs anderer europäischer Staats- und Regierungschefs wie etwa Merz ab.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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