Hannover: Antisemitische Parolen an Holocaust-Mahnmal in Hannover
Am Holocaust-Mahnmal in Hannover tauchen antisemitische Parolen auf. Oberbürgermeister Onay reagiert mit deutlichen Worten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Holocaust-Mahnmal am Opernplatz in Hannover ist mit antisemitischen Parolen beschmiert worden. Die Schriftzüge seien am frühen Mittwochmorgen entdeckt worden, teilte die Stadt mit. Die Polizei machte die Parolen zunächst unkenntlich. Eine Reinigung des Mahnmals ist für Donnerstag geplant. Zuerst hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.
Nach Angaben der Stadt richteten sich die Schmierereien direkt gegen jüdische Menschen. Zudem überdeckte ein schwarzer Strich teilweise die Namen der während der NS-Zeit aus Hannover deportierten Jüdinnen und Juden. Seit 1994 erinnert das Mahnmal an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover.
Bürgermeister findet klare Worte
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay verurteilte die Tat in einer Mitteilung scharf. Antisemitismus breche sich "allzu oft Bahn" und suche sich seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft, erklärte der Grünen-Politiker. Die Parolen am Mahnmal im Herzen der Stadt seien ein weiteres Zeichen dafür. Der Kampf gegen Antisemitismus bleibe eine gemeinsame Aufgabe.
In einem Video, das Onay vor dem Mahnmal aufnahm und auf Instagram veröffentlichte, sagte er: "Wir stehen weiterhin solidarisch an der Seite der jüdischen Menschen in unserer Stadt."
Der Stadt zufolge ist es nicht der erste Angriff auf Gedenkorte in Hannover und der Region. Die Gedenkstätte Ahlem war in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel von Beschädigungen und Schmierereien geworden, zuletzt im Januar vergangenen Jahres.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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