Donald Trump im Iran-Krieg: US-Präsident befielt Einsatz von bunkerbrechenden Spezialbomben

Donald Trump will zweieinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges die blockierte Straße von Hormus um jeden Preis befreien. Nun fahren die USA wortwörtlich schwere Geschütze auf und setzen 2,3 Tonnen schwere bunkerbrechende Spezialbomben ein.

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Um die Blockade der Straße von Hormus zu beenden, hat sich US-Präsident Donald Trump für den Einsatz von bunkerbrechenden Spezialbomben im Iran entschieden. (Foto) Suche
Um die Blockade der Straße von Hormus zu beenden, hat sich US-Präsident Donald Trump für den Einsatz von bunkerbrechenden Spezialbomben im Iran entschieden. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump bombardiert Raketenstellungen im Iran
  • Bunkerbrechende Spezialbomben sollen Straße von Hormus befreien
  • US-Streitkräfte setzen 2,3-Tonnen-Bomben ein, um blockierte Handelsroute zu befreien

Als Donald Trump die US-Streitkräfte Ende Februar 2026 in den Mittleren Osten entsandte und kurz darauf Luftangriffe den Iran erschütterten, ließ die Antwort der iranischen Revolutionsgarden nicht lange auf sich warten: Die Straße von Hormus, zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gelegen und eine der wichtigsten Adern für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas, ist seit Beginn der US-Angriffe blockiert, der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn somit praktisch zum Erliegen gekommen.

Iran-Krieg aktuell: Revolutionsgarden blockieren Straße von Hormus und drohen mit Angriffen auf Schiffe

Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Weil die wichtige Wasserstraße wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe für den Schiffsverkehr de facto gesperrt ist, sitzen in der wichtigen Wasserstraße hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter fest - die Auswirkungen sind bereits am kontinuierlich steigenden Ölpreis zu spüren. Donald Trump will den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus deshalb unbedingt wieder in Gang bringen - und fährt nun schwere Geschütze auf, um die Blockade zu beseitigen, nachdem mehrere Nato-Mitglieder dem US-Präsidenten unmissverständlich zu verstehen gaben, dass er keine Unterstützung zu erwarten hat.

US-Streitkräfte werfen bunkerbrechende Spezialbomben an der Straße von Hormus ab

Wie unter anderem bei der "Bild" zu lesen ist, haben die US-Streitkräfte rund zweieinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges iranische Raketenstellungen an der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus bombardiert. Dabei kamen schwere Spezialbomben vom Typ GBU-72 mit einem Gewicht von jeweils fast 2,3 Tonnen zum Einsatz, die verstärkte Anlagen und unterirdische Bunker durchschlagen können. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bestätigte den erfolgreichen Einsatz mehrerer dieser bunkerbrechenden Waffen.

Im Visier standen Stellungen mit Marschflugkörpern, die nach Angaben des Militärs für Angriffe auf Schiffe vorgesehen waren. Diese hätten "eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge" dargestellt, so das Centcom.

Straße von Hormus weiter blockiert: 20.000 Menschen sitzen im Persischen Golf fest

Die Blockade trifft tausende Menschen mit voller Wucht. Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) vom 17. März befinden sich rund 20.000 Seeleute, Kreuzfahrtpassagiere, Hafenarbeiter und Offshore-Besatzungen in der Krisenregion. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter können weder ein- noch ausfahren. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) beziffert die Zahl der betroffenen Schiffe mit deutschem Bezug auf mindestens 30, die Deutsche Marine zählt sogar mehr als 50. Etwa die Hälfte davon sind Containerschiffe. Zusätzlich warten rund 500 weitere Schiffe außerhalb des Golfs auf eine Durchfahrt.

Die Lage ist brenzlig: Bislang wurden 16 Handelsschiffe attackiert, dabei gab es Tote und Verletzte. "Wir sind ja zivile Handelsschiffe, wir können uns nicht wehren", sagte VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger im Deutschlandfunk. "Wir werden mit Drohnen und Raketen beschossen und das ist natürlich eine ziemliche Katastrophe."

Wichtige Handelsroute blockiert: Diese Auswirkungen bekommt die Wirtschaft schon jetzt zu spüren

Die wirtschaftlichen Folgen für die Schifffahrtsbranche sind bereits jetzt massiv. Versicherer haben die Golfregion in die höchste Risikokategorie eingestuft und verlangen drastisch erhöhte Prämien. Laut VDR können Kriegsrisikoversicherungen zwischen 0,5 und bis zu 10 Prozent des Schiffswerts kosten – bei großen Handelsschiffen erreicht das schnell Millionensummen. Noch dramatischer entwickeln sich die Charterraten für Tanker: Vor der Eskalation lagen sie bei etwa 200.000 US-Dollar pro Tag, inzwischen werden bis zu 700.000 US-Dollar verlangt. Der Grund: Weil hunderte Schiffe im Golf festsitzen, ist das Angebot an Frachtkapazitäten stark geschrumpft. Hinzu kommen steigende Treibstoffkosten durch die höheren Ölpreise. Große Reedereien wie Hapag-Lloyd und Maersk haben bereits Sicherheitsaufschläge und Treibstoffzuschläge angekündigt.

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