Donald Trump: Es dauerte nur Sekunden - Reporter zwingt Trump zum Rückzieher

Als ein Fox-News-Reporter fragte, ob der Krieg gegen Iran diese Woche beendet werden könne, antwortete Donald Trump zunächst ganz locker. Doch nur Sekunden später musste der US-Präsident schließlich zurückrudern.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump konnte nicht mehr an sich halten. (Foto) Suche
Donald Trump konnte nicht mehr an sich halten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • US-Präsident muss wegen Fox-News-Reporter zurückrudern
  • Trumps erste Reaktion fiel überraschend eindeutig aus
  • Donald Trumps Iran-Probleme mit einem Schlag sichtbar

Bei einer Veranstaltung im Oval Office geriet Donald Trump zuletzt in eine unerwartete Situation. Der Termin war eigentlich angesetzt, um eine neue Taskforce gegen Betrug offiziell zu machen - ein Vorhaben, das der US-Präsident bereits im Februar während seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt hatte. Doch dann brachte ausgerechnet ein Reporter von Fox News "The Don" in eine missliche Lage. Der Sender gilt für gewöhnlich als besonders Trump-freundlich in seiner Berichterstattung.

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Donald Trump: US-Präsident muss wegen Fox-News-Reporter zurückrudern

Die Frage des Fox-News-Reporters basierte auf einer bemerkenswerten Prämisse. Seine Aufzählung spiegelte wider, was die Regierung in den vergangenen Wochen über die Schläge gegen Iran kommuniziert hatte. Die Frage zielte darauf ab, ob bei einem derart umfassenden Erfolg nicht ein rasches Kriegsende möglich sein müsse:

  • "Wenn, wie Sie sagen, [alles] vollständig ausgelöscht wurde. Die Raketen haben wir. Die ersten beiden Führungsebenen. Armee weg. Marine weg. Können wir diesen Krieg diese Woche beenden?", fragte der Reporter, wie Videos beim Kurznachrichtendienst X dokumentieren.

Trumps erste Reaktion fiel überraschend eindeutig aus:

  • "Klar, ich schätze schon", sagte er.

Doch als der Reporter nachbohrte, ob dies tatsächlich geschehen werde, ruderte der Präsident umgehend zurück.

  • "Ich glaube nicht, aber es wird bald sein", so Trump. Der Krieg werde nicht mehr lange dauern, versicherte er.

Donald Trumps Iran-Probleme mit einem Schlag sichtbar

Die Frage des Fox-News-Reporters brachte ein grundsätzliches Problem zum Vorschein: Die widersprüchlichen Darstellungen der US-Regierung über die eigentlichen Ziele des Krieges.

  • Als Trump zu Beginn die koordinierten Angriffe auf Iran verkündete, formulierte er eine klare Vision: Die Militärschläge sollten die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die iranische Bevölkerung sich erheben und eine eigene Regierung etablieren könne.
  • In den darauffolgenden Wochen wandelte sich die offizielle Begründung jedoch erheblich. Plötzlich stand nicht mehr ein Regimewechsel im Vordergrund, sondern die Verhinderung eines iranischen Atomprogramms. Trump erklärte, der Krieg sei begonnen worden, um sicherzustellen, dass Iran keine Nuklearwaffen entwickeln könne.
  • Diese Verschiebung in der Argumentation ließ offen, welches Ziel die US-Regierung tatsächlich verfolgt - und wann sie dieses als erreicht betrachten würde.

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