Wladimir Putin als "versteckte Hand": Steuert der Kremlchef die Iran-Kriegstaktik? Minister erhebt schwere Vorwürfe
Neue brisante Vorwürfe aus London: Der britische Verteidigungsminister sieht Russland hinter Teilen der iranischen Kriegsstrategie im Nahen Osten. Besonders der Einsatz von Drohnen erinnere stark an russische Taktiken aus dem Ukraine-Krieg.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Schwere Anschuldigungen: Großbritannien vermutet eine russische "versteckte Hand" hinter iranischen Militärtaktiken.
- Drohnen im Fokus: Iran soll laut britischem Militär Techniken aus dem Ukraine-Krieg übernommen haben.
- Geopolitischer Nutzen: Hohe Ölpreise könnten Russland wirtschaftlich in die Hände spielen.
Der britische Verteidigungsminister John Healey erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kreml: Russlands Präsident Wladimir Putin stecke mit seiner "versteckten Hand" hinter der iranischen Kriegsführung gegen die USA und Israel. Bei einem Besuch im britischen Hauptquartier für gemeinsame Operationen erklärte Healey, die iranischen Angriffe trügen deutliche Merkmale russischer Militäroperationen in der Ukraine.
"Niemand wird überrascht sein zu glauben, dass Putins versteckte Hand hinter einigen der iranischen Taktiken steckt, möglicherweise auch hinter einigen ihrer Fähigkeiten", sagte der Minister gegenüber Journalisten. Besonders der Drohneneinsatz Teherans weise auf eine enge Zusammenarbeit mit Moskau hin. Russland und Iran pflegen seit langem enge militärische Beziehungen.
Britischer Generalleutnant bestätigt russisch-iranische Verbindung
Generalleutnant Nick Perry, der als Chef der gemeinsamen Operationen sämtliche britischen Militäreinsätze weltweit koordiniert, untermauert die Vorwürfe seines Ministers. Eine Verbindung zwischen Moskau und Teheran bestehe "definitiv", erklärte er gegenüber Healey.
"Wir haben definitiv gesehen, dass die iranischen Taktiken beim Einsatz ihrer Drohnen von den Russen gelernt wurden - sie fliegen viel tiefer, sodass sie effektiver sind", führte der Generalleutnant aus. Die iranische Vorgehensweise habe sich merklich gewandelt. Drohnen verursachen laut den Angaben derzeit den größten Schaden auf iranischer Seite im Nahostkonflikt.
Wladimir Putin kassiert bei steigenden Ölpreisen ab
Der britische Verteidigungsminister sieht auch handfeste wirtschaftliche Motive hinter Russlands mutmaßlicher Unterstützung für Teheran. Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran hat die Ölpreise weltweit in die Höhe getrieben. Diese wichtige Schifffahrtsroute bleibt blockiert, obwohl die USA mit einer starken Marinepräsenz vor der iranischen Küste vertreten sind.
"Der einzige Weltführer, der im Moment von den extrem hohen Ölpreisen profitiert, ist Putin", betonte Healey. Der russische Präsident begrüße diesen Krieg "eindeutig mehr als jeder andere". Moskau zieht demnach direkten finanziellen Nutzen aus der Eskalation im Nahen Osten.
Drohnenangriff auf britische Basis in Zypern
Die Bedrohung durch iranische Drohnen trifft auch britische Einrichtungen direkt. Am 2. März schlug eine Angriffsdrohne auf dem RAF-Stützpunkt Akrotiri in Zypern ein. Der Vorfall ereignete sich um 00.03 Uhr Ortszeit. Healey bezeichnete den Angriff als Beispiel für die "gefährlichen und wahllosen Attacken" des Iran und seiner Verbündeten.
Bei dem Flugkörper handelte es sich um eine Shahed-Drohne. Diese kann zwar keine großen Sprengköpfe transportieren, ist aber durchaus in der Lage, Menschen zu töten. Die Trümmerteile werden nun auf russische Komponenten untersucht. Britische Opfer gab es laut Healey nicht.
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