Donald Trump und der Iran-Krieg: "Eine neue Stufe des Wahnsinns!" Ihnen schiebt "The Don" jetzt die Schuld in die Schuhe
Den Befehl für die Luftangriffe auf den Iran gab Donald Trump Ende Februar höchstpersönlich - doch wer waren die Akteure im Hintergrund, die "The Don" zum Militärschlag ermutigten? Vor laufender Kamera schob der Präsident gleich mehreren Personen die Schuld in die Schuhe.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump entfesselt Iran-Krieg mit Luftangriffen
- US-Präsident "überzeugt, dass der Iran uns angreifen würde"
- Jared Kushner, Pete Hegseth, Steve Witkoff: Wer ermutigte Donald Trump zum Militärschlag?
Obwohl sich Donald Trump, als er vor seiner Wiederwahl zum US-Präsidenten auf Stimmenfang ging, stets als Friedenspräsident inszenierte und steif und fest behauptete, keinen Krieg im Nahen Osten vom Zaun brechen zu wollen, wurde die Welt Ende Februar 2026 Zeuge, wie der US-Republikaner sein Versprechen brach.
Donald Trump bricht Iran-Krieg vom Zaun: Oberster Führer bei Luftangriffen getötet
Die israelische und US-amerikanische Luftwaffe begann am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran, unter den Todesopfern waren nicht nur zivile Opfer, sondern auch der Oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei. Kaum hatte der Militärschlag begonnen, wurde Donald Trump aus allen Richtungen mit heftiger Kritik überzogen, als unter anderem Vorwürfe laut wurden, der US-Präsident habe keinen blassen Schimmer, was er mit den Angriffen ausgelöst habe, und handele komplett planlos.
US-Präsident rechtfertigt sich für Iran-Angriffe: "Situation spitzte sich schnell zu"
Seine Entscheidung, den Iran aktiv anzugreifen, rechtfertigte Donald Trump wenige Tage später bei einer Pressekonferenz im Trump National Doral Hotel & Resort in Miami. Trumps Ausführungen zufolge sei der Militärschlag unvermeidbar gewesen, da "sich die Situation schnell zuspitzte und die Vereinigten Staaten die Situation als nicht mehr hinnehmbar einschätzten". Und weiter:
- "Basierend darauf, was mir Steve [Witkoff], Jared [Kushner] und Pete [Hegseth] sagten - auch Marco [Rubio] war beteiligt - war ich überzeugt, dass [der Iran] uns angreifen würde."
- "Hätten wir es nicht gemacht, dann denke ich, sie hätten es getan."
Donald Trump schiebt diesen Beratern die Schuld für den Iran-Krieg in die Schuhe
Vor laufender Kamera räumte Donald Trump also ein, dass er dem Rat seines Schwiegersohnes Jared Kushner ebenso gefolgt sei wie dem Drängen des US-Sondergesandten Steve Witkoff und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und mit den Luftangriffen auf Teheran einen neuen Krieg begann.
Trump says the decision to bomb Iran came after advice from Jared Kushner, Steve Witkoff and Pete Hegseth.
— Liz Webster (@LizWebsterSBF) March 10, 2026
A real estate developer. A television host. And the president’s son-in-law.
Not intelligence chiefs. Not military command.
The Middle East ???? and the global economy now… pic.twitter.com/7VSfIHP45n
"Jetzt gehen die Schuldzuweisungen los!" Blankes Entsetzen nach Donald Trumps Äußerungen
In den sozialen Netzwerken schlugen Donald Trumps Äußerungen zu den Personen, die den US-Präsidenten zum Militärschlag gegen den Iran ermutigten, hohe Wellen. "Ein Immobilienunternehmer, ein TV-Moderator und der Schwiegersohn des Präsidenten. Keine Geheimdienstmitarbeiter, kein Militärkommando. Der Mittlere Osten und die weltweite Wirtschaft müssen nun mit den Konsequenzen leben", fasste es beispielsweise Liz Webster bei X (vormals Twitter) zusammen. Auch in anderen Reaktionen in den sozialen Netzwerken ist die schiere Fassungslosigkeit über Donald Trumps unqualifizierten Beraterstab zu erkennen:
- "Jetzt gehen die Schuldzuweisungen los. Einen Krieg zu beginnen, den man nicht gewinnen kann, nur aufgrund dessen, was einem Jared Kushner einflüstert, ist eine neue Stufe des Wahnsinns."
- "[Donald Trumps] wichtigste Quelle war also Jared Kushner. Nicht die CIA. Nicht [der Auslandsgeheimdienst] NSA. Nicht der Chef des nationalen Geheimdienstes. Sondern sein Schwiegersohn."
- "Trump schiebt jetzt Hegseth, Jared, Witkoff und Rubio die Schuld in die Schuhe, dass er den Iran angegriffen hat. Junge, DU bist der Präsident!"
- "Die Moral von der Geschicht': Berater sollten niemals Trottel sein."
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loc/news.de
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