Donald Trump: Krach bei den Republikanern - US-Präsident attackiert Parteikollegen

Donald Trump findet erneut scharfe Worte für einen Parteikollegen auf Truth Social. Thomas Massie aus Kentucky bezeichnet der US-Präsident als den "schlechtesten republikanischen Kongressabgeordneten" der Geschichte. Das ist der Hintergrund des Konflikts.

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Donald Trump attackierte den republikanischen Kongressabgeordneten Thomas Massie auf Truth Social. (Foto) Suche
Donald Trump attackierte den republikanischen Kongressabgeordneten Thomas Massie auf Truth Social. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Verbalattacke von Donald Trump gegen den Parteikollegen Thomas Massie aus Kentucky
  • US-Präsident beschimpft ihn auf Truth Social als "schlechtesten republikanischen Kongressabgeordneten" der Geschichte
  • Zuvor hatte Massie unter anderem gegen Trumps "Big Beautiful Bill" gestimmt

Donald Trumps Wutausbrüche auf seiner Plattform Truth Social gehören längst zum Alltag. Der US-Präsident sucht sich dabei immer wieder neue Opfer für seine Verbalattacken. Häufig trifft es politische Gegner sowie Medien, die kritisch über die Regierung berichten. Doch auch vor seinen eigenen Parteikollegen macht Trump nicht mehr Halt.

Donald Trump beschimpft republikanischen Kongressabgeordneten auf Truth Social

Am Mittwoch eskalierte der Konflikt zwischen dem 79-Jährigen und dem republikanischen Kongressabgeordneten Thomas Massie.Auf Truth Social sagte Trump dem Politiker aus Kentucky voraus, dass dieser als "schlechtester republikanischer Kongressabgeordneter in die lange und sagenumwobene Geschichte des US-Kongresses" eingehen werde. Massie sei "noch schlimmer" als frühere parteiinterne Kritiker wie Liz Cheney, Adam Kinzinger oder Marjorie Taylor Greene:

  • "Sie sind alle Außenseiter und Verlierer, aber Massie, der in der Vorwahl in Kentucky gegen einen großen amerikanischen Patrioten antritt, wird hoffentlich groß verlieren", so Trump weiter.

Der Angriff erfolgte wenige Stunden vor Trumps geplantem Besuch in Hebron, Kentucky – mitten in Massies Wahlkreis. 

Thomas Massie aus Kentucky hatte sich zuvor mit dem US-Präsidenten angelegt

Zum Hintergrund: Schon länger schwelt ein Konflikt zwischen dem US-Präsidenten und Thomas Massie. Doch ein Thema brachte das Fass zuletzt zum Überlaufen: Wie unter anderem "Raw Story" berichtet, trieb Massie maßgeblich die Freigabe der Jeffrey-Epstein-Dokumente durch das Justizministerium voran. Er sammelte Unterschriften für eine Petition, um eine Abstimmung im Kongress zu erzwingen.

Doch damit nicht genug: Der Abgeordnete stimmte im vergangenen Jahr gegen Trumps Prestigeprojekt, das Steuergesetz "Big Beautiful Bill", und lehnte die Zollpolitik des Präsidenten ab. Auch bei den Militärschlägen im eskalierenden Iran-Konflikt verweigerte er laut "Yahoo! News" die Gefolgschaft – als einer von nur zwei Republikanern forderte er eine Zustimmung des Kongresses für weitere Operationen.

Konflikt zwischen Trump und Massie eskaliert vor Vorwahlen in Kentucky

Am 19. Mai finden in Kentucky Vorwahlen statt. Trump hatte bereits im Oktober den ehemaligen Navy-SEAL Ed Gallrein unterstützt, noch bevor dieser offiziell seine Kandidatur verkündete. Der Präsident suchte monatelang nach einem geeigneten Herausforderer, nachdem Massie gegen sein Gesetzespaket gestimmt hatte.

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