Landtagswahl: Boris Palmer von Grüner Jugend auf Party zum Gehen gedrängt

Boris Palmer soll bei der Wahlparty seiner Ex-Partei einen frostigen Empfang erlebt haben. Was hinter den klaren Ansagen der Grünen Jugend stecken könnte – und wie es zum Eklat gekommen sein soll.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Tübingens parteiloser Oberbürgermeister Boris Palmer ist nach eigenen Worten bei der Wahlparty seiner früheren Partei in Stuttgart unsanft von Mitgliedern der Grünen Jugend zum Gehen aufgefordert worden. Er sei am Montagabend gleich im Eingangsbereich von zwei jungen Männern angeraunzt worden. Es hieß, er schade Cem Özdemir und solle wieder gehen, sagte Palmer auch dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Niemand habe ihn eingeladen, er solle verschwinden. "Ich bin dann trotzdem reingegangen", so Palmer.

Die Grüne Jugend ist auf Palmer nicht gut zu sprechen. Nach der Wahl forderte sie, Palmer dürfe weder Minister noch Berater in der künftigen Landesregierung werden. "Die Haltungen und wiederholten rassistischen Äußerungen des ehemaligen Grünen-Mitglieds Boris Palmer sind mit den Grundwerten unserer Partei unvereinbar."

Allerdings lässt Grünen-Politiker Cem Özdemir Spekulationen um ein mögliches Ministeramt für Palmer weiter offen. Auf die Frage, welche landespolitische Rolle der Tübinger nach der Wahl spielen werde, sagte Özdemir, selbstverständlich werde Palmer für ihn auch eine wichtige Rolle spielen. Aktuell verteile man aber keine Ämter.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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