Landtagswahl: Grünen-Chefin: Keine Kampagne gegen CDU-Kandidat Hagel

Nach Kritik an Videos von CDU-Kandidat Hagel betont Grünen-Chefin Franziska Brantner: "Es war keine Kampagne von uns." Wie sie auf Forderungen nach einer geteilten Amtszeit reagiert.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Grünen-Chefin Franziska Brantner weist Vorwürfe der Union zurück, es habe eine "Schmutzkampagne" gegen den baden-württembergischen CDU-Kandidaten Manuel Hagel geben. "Es war keine Kampagne von uns", sagte sie in Berlin.

"Rehbraune Augen"

Hagel war in der heißen Wahlkampfphase wegen zweier Videos in die Schlagzeilen geraten. Zunächst hatte eine Grünen-Bundestagsabgeordnete ein altes Video aus dem Jahr 2018 gepostet, in dem der damals 29-jährige Hagel von einer Schülerin und ihren "rehbraunen Augen" schwärmt. Hagel räumte zwar gleich ein, dass das "Mist" gewesen sei, doch das Video ging viral.

Wenige Tage später sorgte ein weiteres Video gleich für neue Kritik: Hagel geriet beim Besuch einer Schule vor laufender Kamera mit einer Lehrerin aneinander und machte bei dem Auftritt alles andere als eine gute Figur.

Absage an Forderung nach geteilter Amtszeit

"Es ist doch immer wieder das Gleiche. Eine Frau spricht was an und dann wird die Frau dafür kritisiert", sagte Brantner. Sie sei überzeugt davon, dass es im Wahlkampf um die Kandidaten gegangen sei.

Forderungen aus der CDU, die Amtszeit des Ministerpräsidenten angesichts des äußerst knappen Ergebnisses zu teilen, lehnte Brantner ab. "Ich hatte ja bis gestern geglaubt, die CDU sei gegen Lifestyle-Teilzeit. Also, wir sind für Vollzeit-Ministerpräsidenten." Auf die Frage, was die Grünen machten, wenn die CDU die Teilung zur Bedingung für eine Koalition mache, sagte Brantner: "Dann erinnern wir sie ans Wahlergebnis."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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