Wladimir Putin: Emotionaler Ausbruch befeuert wilde Doppelgänger-Spekulationen
Seit Jahren kursiert die Verschwörungstheorie, Wladimir Putin sei längst tot und durch einen Doppelgänger ersetzt worden. Ein ungewöhnlicher Auftritt des Kremlchefs bei einer Sitzung des Innenministeriums liefert nun neuen Stoff für Spekulationen.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Seltsamer Auftritt: Bei einer Sitzung des Innenministeriums wirkte Wladimir Putin angespannt und emotional.
- Alte Verschwörung: Anhänger der Doppelgänger-Theorie sehen darin neue "Beweise".
- Kreml dementiert: Offizielle Stellen hatten entsprechende Gerüchte bereits mehrfach als Falschmeldung zurückgewiesen.
Seit Jahren kursiert die Verschwörungstheorie, dass Wladimir Putin tot sei und durch einen Doppelgänger ersetzt wurde. Nun erlebt das Gerücht neuen Auftrieb. Auslöser für die erneute Aufmerksamkeit ist ein ungewöhnlicher Auftritt des Kremlchefs bei einer Sitzung des Innenministeriums.
Bei der Veranstaltung am 4. März 2026 legte Putin ein äußerst seltsames Verhalten an den Tag. Nach einer ausführlichen Ansprache zu Themen wie Cyberkriminalität und illegaler Migration kam es zu einem emotionalen Ausbruch, der so gar nicht zum sonst kontrollierten Auftreten des russischen Staatsoberhaupts passen will. Aufnahmen der Sitzung zeigen einen angespannt und erschöpft wirkenden Präsidenten. Für Anhänger der Doppelgänger-These sind diese Bilder und das auffällige Verhalten weitere Indizien dafür, dass hier jemand unter enormem Druck steht, eine Rolle aufrechtzuerhalten.
Wladimir Putin ausgetauscht? Telegram-Kanal verbreitet Doppelgänger-Theorie seit Oktober 2023
Die Doppelgänger-Theorie kursiert bereits seit mehreren Jahren. Der Telegram-Kanal "General SVR", angeblich von einem Kreml-Insider betrieben, verbreitete im Oktober 2023 die Nachricht vom Tod des damals 71-jährigen Präsidenten. Demnach sei Putin in seinem Valdai-Palast nach einem Herzinfarkt infolge zahlreicher gesundheitlicher Probleme verstorben. Noch brisanter: Der Leichnam werde seitdem in einem Gefrierschrank aufbewahrt, während ein "Putsch" zur Ersetzung des Staatschefs im Gange sei. Der Kreml sah sich innerhalb von 48 Stunden zu einer Reaktion gezwungen. Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Berichte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti als "absurde Informationsente". Trotz des offiziellen Dementis hält der Telegram-Kanal auch zwei Jahre später hartnäckig an seinen Behauptungen fest.
Bizarre Vergleiche und dramatische Gesten bei Wladimir Putin
Der Auftritt liefert den Verschwörungstheoretikern neues Material. Nach seiner Rede über die Prioritäten des Innenministeriums reagierte der Präsident auf einen Bericht von Innenminister Wladimir Kolokolzew mit einem unerwarteten Ausbruch. Plötzlich zog er einen merkwürdigen Vergleich zu den Olympischen Spielen 1980 in Moskau. "Moskau ist größer geworden, während die Zahl der Menschen, die die Aufgaben des Ministeriums erfüllen, gesunken ist, aber was für erstaunliche Menschen sie sind!", rief er dramatisch aus. Noch seltsamer: Er stellte die tägliche Polizeiarbeit auf eine Stufe mit den Kämpfen an der Front. Aufnahmen der Sitzung zeigen einen sichtlich mitgenommenen Staatschef – nachdenklich das Kinn in die Hand gestützt, wild gestikulierend und sich über einen Schreibtisch beugend, um mit einem Uniformierten zu sprechen.
Innere Sicherheit und Extremismus im Fokus
In seiner Rede forderte der russische Präsident ein verstärktes Vorgehen gegen Cyberkriminalität und illegale Migration. Das Innenministerium müsse gemeinsam mit anderen Behörden deutlich mehr Gewicht auf die Prävention solcher Vergehen legen, so der Kreml-Chef. Besondere Aufmerksamkeit widmete er der Jugendkriminalität. Teenager mit schwierigen familiären Verhältnissen sollten in Freiwilligenarbeit, Sport und Jugendorganisationen eingebunden werden. "Wir müssen alles tun, damit diese jungen Menschen tragische Fehler vermeiden und ihren Platz im Leben finden können", erklärte er. Auch die Bekämpfung von Extremismus stand auf der Agenda. Die Zahl entsprechender Straftaten sei im vergangenen Jahr gestiegen. Das Ministerium müsse "Russophobie, Fremdenfeindlichkeit und religiöse Zwietracht in all ihren Erscheinungsformen" entschieden bekämpfen.
Für Anhänger der Doppelgänger-Theorie sind diese weitschweifigen Ausführungen nur weitere Anzeichen eines überforderten Ersatzmannes.
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