Kristi Noem gefeuert: Donald Trump vollzieht Kracher-Trennung mit Online-Nachricht

Donald Trump hat die Nase voll: Seine umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem ist ihren Job los, der US-Präsident verkündete die Trennung in einem Social-Media-Post. Die bereits besiegelte Nachfolge lässt aufmerken.

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Ein Bild aus glücklicheren Tagen - inzwischen gehen Donald Trump und seine Heimatschutzministerin Kristi Noem (hier auf einem Foto von 2018, getrennte Wege. (Foto) Suche
Ein Bild aus glücklicheren Tagen - inzwischen gehen Donald Trump und seine Heimatschutzministerin Kristi Noem (hier auf einem Foto von 2018, getrennte Wege. Bild: picture alliance/dpa | Susan Walsh
  • Donald Trump vollzieht Trennung von Kristi Noem
  • US-Präsident entlässt Heimatschutzministerin per Truth-Social-Post
  • Nachfolger von Kristi Noem verkündet: Ex-Kampfsportprofi Markmayne Mullin beerbt Heimatschutzministerin

Entlassungsknall in Donald Trumps Kabinett: Am Abend des 5. März 2026 verkündete der US-Präsident, dass Heimatschutzministerin Kristi Noem gefeuert ist und in wenigen Wochen ersetzt wird. Auf seiner Plattform "Truth Social" gab Donald Trump bekannt, dass der republikanische Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma das Amt zum 31. März 2026 übernehmen und Kristi Noem nachfolgen werde.

Donald Trump feuert Heimatschutz-Ministerin - das ist Kristi Noems neuer Job

Kristi Noem, die seit Beginn der zweiten Trump-Amtszeit für das Heimatschutzministerium verantwortlich war, ist damit die erste Ministerin aus der aktuellen US-Regierung, die ihren Hut nehmen muss. Allerdings wird sie nicht lange arbeitslos bleiben: Sie wird künftig als Sondergesandte für "The Shield of the Americas" tätig sein – eine neue Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre. Details zu diesem Programm will Trump am 7. März in Doral (Florida) präsentieren. Kristi Noem - einst Trumps Wunschkandidatin für den Posten - war zuvor Gouverneurin von South Dakota und hatte sich vor allem als überzeugte Unterstützerin des Republikaners einen Namen gemacht. Noch vor ihrer Ernennung zur Ministerin bezeichnete sie die Situation an der Südgrenze der USA zu Mexiko als "Kriegsgebiet".

Zoff um Kristi Noem endet mit der Kündigung

Die Entscheidung zur Ablösung von Kristi Noem kam nicht indes überraschend. Zuvor berichtete "Punchbowl News", dass Donald Trump mehrere republikanische Senatoren angerufen habe, um deren Meinung zu einer möglichen Entlassung der Heimatschutzministerin einzuholen. Der Präsident sei "besonders verärgert" über eine 200 Millionen Dollar teure PR-Kampagne gewesen, die vorrangig Noems eigenes Image aufpolieren sollte. Senator John Kennedy aus Louisiana hatte die Ministerin diese Woche in einer Anhörung zu den Werbeausgaben befragt. Kristi Noem sagte dabei aus, Trump sei über ihre Pläne informiert gewesen. Kennedy erklärte später, der Präsident habe ihn angerufen und dies bestritten: "Seine Erinnerung und ihre Erinnerung sind unterschiedlich."

Kristi Noem geriet nach ICE-Morden in Minnesota unter Druck - nun ist sie ihren Job los

Neben der Werbekampagne stand Kristi Noem wegen eines Einsatzes der Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota unter Druck. Bei dieser Operation kamen zwei US-Bürger ums Leben. Als Heimatschutzministerin trug sie die Verantwortung für die Behörde. Zusätzlich verschlechterten hitzige Auftritte vor dem Kongress unmittelbar vor Kristi Noems Kündigung ihre Stellung. Laut Berichten drängten diese konfrontativen Anhörungen den Präsidenten letztlich dazu, sich von seiner Ministerin zu trennen. Senator Lindsey Graham aus South Carolina wollte Noem auf Nachfrage kein Vertrauensvotum aussprechen und sagte lediglich: "Die Zeit wird es zeigen."

Noch Ende Januar hatte sich Trump demonstrativ hinter Noem gestellt. "Ich denke, dass sie sehr gute Arbeit geleistet hat", sagte der US-Präsident nach den tödlichen Schüssen von Bundesbeamten auf zwei US-Bürger bei Zusammenstößen mit Anwohnern. In der Folge entbrannte ein Haushaltsstreit über Kurs und Finanzierung der Einwanderungspolitik. Während Republikaner teils noch schärfere Maßnahmen fordern, kritisieren Demokraten die Ausweitung von Befugnissen und verlangen stärkere parlamentarische Kontrolle und Transparenz im Gegenzug für Geldmittel.

Ehemaliger MMA-Kämpfer übernimmt Heimatschutz - Donald Trump bestimmt Markwayne Mullin als Nachfolger von Kristi Noem

US-Präsident Donald Trump hat seine umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen - Markwayne Mullin, Senator des Bundesstaates Oklahoma, soll das für Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden zuständige Ressort ab dem 31. März 2026 führen. (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump hat seine umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen - Markwayne Mullin, Senator des Bundesstaates Oklahoma, soll das für Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden zuständige Ressort ab dem 31. März 2026 führen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin

Mit Markwayne Mullin, derzeitrepublikanischer Senator aus Oklahoma, hat Donald Trump bereits einen Nachfolger im Heimatschutzministerium gefunden und lobt den Noem-Erben schon jetzt in den höchsten Tönen. Der Senator aus Oklahoma habe zehn Jahre im Repräsentantenhaus und drei Jahre im Senat gedient. Als einziger Native American in der Kongresskammer sei er ein "fantastischer Fürsprecher" für indigene Gemeinschaften.

Trump bezeichnete den ehemaligen ungeschlagenen MMA-Profikämpfer als "MAGA-Krieger", der über die nötige "Weisheit und den Mut" verfüge, um die America-First-Agenda voranzutreiben. Mullin werde "unermüdlich arbeiten", um die Grenze zu sichern, Migrantenkriminalität zu stoppen und den illegalen Drogenhandel zu bekämpfen. Der Präsident zeigte sich überzeugt: Mullin werde ein "spektakulärer" Heimatschutzminister.

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/news.de/dpa/stg

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