Donald Trump: US-Präsident startet Ablenkungsmanöver und weist Kriegsschuld von sich

Donald Trump ist bei Truth Social komplett eskaliert. Im Minutentakt teilte der US-Präsident neue Beiträge. Beobachter sehen darin ein gezieltes Ablenkungsmanöver, mit dem Trump die Kriegsschuld nach den Iran-Schlägen von sich weisen will.

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Donald Trump versuchte mit mehreren Beiträgen, die Kriegsschuld von sich zu weisen. (Foto) Suche
Donald Trump versuchte mit mehreren Beiträgen, die Kriegsschuld von sich zu weisen. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon
  • Donald Trump eskaliert komplett bei Truth Social
  • US-Präsident startet Ablenkungsmanöver nach Iran-Schlägen
  • Beobachter sicher: Trump versucht, Kriegsschuld von sich zu weisen

Nach dem US-Angriff auf den Iran hat Donald Trump eine regelrechte Posting-Offensive auf seiner Plattform Truth Social gestartet. Laut dem US-Portal "Daily Beast" versuchte der US-Präsident damit ganz offensichtlich, die Verantwortung für den Militärschlag im Nahen Osten von sich zu weisen.

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Donald Trump eskaliert komplett und startet Ablenkungsmanöver im Netz

In seinen Beiträgen, die er allesamt am 2. März veröffentlichte, macht Donald Trump seine Vorgänger für die aktuelle Lage verantwortlich. Das unter Barack Obama ausgehandelte Atomabkommen bezeichnete er als "die gefährlichste Transaktion, die wir jemals eingegangen sind". Ohne seine Kündigung des Deals hätte der Iran bereits vor drei Jahren Atomwaffen besessen, behauptete Trump. Die Schuld sieht er bei "Barack Hussein Obama und Sleepy Joe Biden". Besonders bizarr: Seinen Beitrag beendete er mit einem Selbstlob in der dritten Person ("Danke, Präsident Trump!").

Donald Trump wütet: Demokraten kritisieren nur aus Prinzip

In einem weiteren Beitrag attackierte Donald Trump die Opposition scharf. Die "radikalen linken Demokraten" würden sich bitter über den "sehr notwendigen und wichtigen Angriff" der USA und Israels auf den Iran beschweren, schrieb er. Seine Erklärung dafür: Sie kritisierten nur, "weil ich es getan habe". Hätte er nicht gehandelt, würden dieselben Leute schreien, warum er nicht sofort angreife. "Fakt ist, was auch immer ich tue, sie werden auf der anderen Seite stehen", fügte der US-Präsident hinzu.

Zur Untermauerung seiner Position teilte der 79-Jährige außerdem einen Meinungsbeitrag des sich selbst als Demokrat bezeichnenden Doug Schoen auf Fox News sowie einen wohlwollenden Bericht seines ehemaligen Wirtschaftsberaters Larry Kudlow auf Fox Business Network.

Donald Trump prophezeit mindestens "vier bis fünf Wochen Krieg" im Iran

Im Laufe des Ablenkungsmanövers gab Donald Trump auch eine zeitliche Einschätzung für den Konflikt ab: Der Krieg werde voraussichtlich "vier bis fünf Wochen" dauern. Gleichzeitig betonte er, die USA seien in der Lage, "weit länger durchzuhalten". Zwischen seinen Iran-bezogenen Posts fand der US-Präsident zudem noch Zeit für völlig andere Themen. So bewarb er unter anderem die Rede seiner Frau Melania vor dem UN-Sicherheitsrat und kündigte Maßnahmen zur Senkung von Medikamentenpreisen an.

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/ife/news.de/stg

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