Donald Trump kündigt "große Welle" an: "Wir haben noch nicht einmal angefangen..." US-Präsident legt Iran-Plan offen
Die US-Luftangriffe auf den Iran haben erst vor wenigen Tagen begonnen, doch Donald Trump kündigt bereits eine massive Eskalation an – und schließt erstmals auch den Einsatz amerikanischer Bodentruppen in Nahost nicht aus.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen - "The Don" kündigt "große Welle" an
Bei den Luftangriffen, die Israel und die USA Ende Februar im Iran ausführten, wurde nicht nur Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet: Auch hochrangige iranische Militärs, darunter der Generalstabschef Abdolrahim Mussawi, der Oberkommandierende der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohammed Pakpur, sowie Verteidigungsminister und Unterstützungsminister der Streitkräfte, Asis Nassirsadeh, kamen ums Leben. Darüber hinaus gehört der Militärberater des Obersten Führers und Sekretär des Verteidigungsrats, Ali Schamchani, zu den Todesopfern. Doch für US-Präsident Donald Trump, der Chameneis Tod ausgiebig feierte, scheint die Todesliste noch nicht lang genug zu sein. Trumps unheilvolle Ankündigung: "Die große Welle kommt bald."
Donald Trump will Iran-Bombardierung fortsetzen: "Die große Welle kommt bald"
Nach Aussage des US-Präsidenten steht in Nahost das Schlimmste noch bevor. "Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen", erklärte Trump gegenüber CNN. Der US-Präsident zeigte sich bei seiner ersten Pressekonferenz seit Beginn der Angriffe am 28. Februar zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Operation "Epic Fury". Die Attacken liefen sehr gut, so Trump. Nach seinen Angaben haben die amerikanischen Streitkräfte bereits 49 iranische Führungspersönlichkeiten ausgeschaltet. "Sie wissen nicht einmal, wer sie derzeit anführt", sagte der Präsident. Die Operation werde mit "unerbittlicher Entschlossenheit" fortgeführt.
US-Präsident überzeugt: Einsatz im Iran könnte länger dauern als geplant
Ursprünglich rechnete die US-Regierung mit einer Dauer von vier bis fünf Wochen für die Militäroperation. Doch Trump stellte klar, dass sich die USA nicht an diesen Zeitrahmen gebunden fühlen. Das amerikanische Militär besitze die "Fähigkeit, weit länger zu gehen", betonte der Präsident. "Was immer nötig ist, wir werden es tun." Gleichzeitig verwies Donald Trump darauf, dass man dem ursprünglichen Zeitplan sogar voraus sei. Gerüchte, er könnte das Interesse an dem Einsatz verlieren, wies er entschieden zurück. "Ich werde nicht gelangweilt", sagte Trump. Die Vereinigten Staaten verfügten über das "stärkste und mächtigste Militär der Welt" und würden sich am Ende durchsetzen.
Trump und Hegseth schließen Einsatz von Bodentruppen im Iran nicht aus
Die Frage nach einem möglichen Einsatz von US-Soldaten am Boden im Iran sorgt für Aufsehen, denn Donald Trump weigert sich, diese Option kategorisch auszuschließen. "Jeder Präsident sagt: 'Es wird keine Bodentruppen geben.' Ich sage das nicht", erklärte er gegenüber der "New York Post". Er habe keine Angst vor diesem Thema. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte sich ähnlich zurückhaltend. Zwar seien derzeit keine amerikanischen Bodentruppen im Iran stationiert, doch zu künftigen Szenarien wollte er sich nicht festlegen. Die Debatte um sogenannte "Boots on the ground" gilt in den USA als äußerst sensibel. Nach den langwierigen und verlustreichen Einsätzen im Irak und in Afghanistan reagiert die amerikanische Bevölkerung besonders empfindlich auf die Entsendung von Soldaten in den Nahen Osten.
Donald Trump nennt gescheiterte Atomverhandlungen als Auslöser für "Operation Epic Fury"
Der US-Präsident machte in seinen Ausführungen Teheran für das Scheitern der diplomatischen Bemühungen verantwortlich. Noch in der vergangenen Woche hatten beide Seiten über das iranische Atomprogramm verhandelt. Doch laut dem US-Präsidenten zogen sich die Iraner immer wieder zurück, wenn eine Einigung in greifbarer Nähe schien. "Mit solchen Leuten kann man keine Geschäfte machen", lautete Trumps Fazit. Wiederholt hätten die USA geglaubt, eine Übereinkunft erreicht zu haben, nur um dann festzustellen, dass die iranische Seite einen Rückzieher machte. Die genauen Details der Gespräche sind nicht öffentlich bekannt. Trump hatte den Iran jedoch bereits vor den Angriffen mehrfach kritisiert und militärisches Eingreifen angedroht, um den Druck auf die Führung in Teheran zu erhöhen.
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loc/news.de/dpa/stg
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