Berlin: Berliner Polizei mobilisiert mehr Beamte wegen Iran
Nach der Eskalation in Nahost rechnet die Polizei in Berlin mit mehr Demonstranten als ursprünglich erwartet. Wie sie auf die Lage reagiert.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Berliner Polizei mobilisiert nach der jüngsten Eskalation in Nahost mehr Einsatzkräfte in der deutschen Hauptstadt. Mit Blick auf eine für den Nachmittag angekündigte Iran-Demonstration in Berlin-Mitte sowie für die gesamte Lage in Berlin seien vorsorglich Einsatzkräfte mobilisiert worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. "Angesichts der aktuellen Entwicklung im Nahen Osten beobachten wir die Lage sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden."
Israel und die USA hatten am frühen Morgen koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran gestartet. Teheran meldete als Reaktion Angriffe auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
"Die Polizei ist präsent, wachsam und vorbereitet. Wir schützen nach wie vor besonders sensible Einrichtungen", sagte die Berliner Polizeisprecherin. Dazu zählten auch jüdische und israelische Einrichtungen, die bereits einen hohen Schutz durch die Polizei hätten. Für Berlin bestehe nach derzeitigem Kenntnisstand keine akute Gefährdung
Für heute Nachmittag ist in Berlin-Mitte eine Demonstration für "Freiheit für Iran" vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor angekündigt. Angemeldet seien 3.000 Menschen, die Polizei rechne jedoch aufgrund der aktuellen Ereignisse mit mehr Teilnehmern.
Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), die Sicherheitsbehörden des Bundeslands beobachteten die internationale Lage sehr genau. "Wir sind jederzeit in der Lage, auf neue Entwicklungen zu reagieren und unsere Maßnahmen entsprechend anzupassen." Zu konkreten Schutzmaßnahmen äußere man sich aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht öffentlich.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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