Iran-Konflikt spitzt sich zu: Donald Trump "nicht glücklich" - ist der Militärschlag noch aufzuhalten?
Die Lage im Iran gleicht einem Pulverfass: Donald Trump ist nach eigenem Bekunden "nicht glücklich" und droht unverhohlen mit einem Militärschlag, sollte das Mullah-Regime seinen Atomwaffen nicht abschwören. Ist der Kriegsausbruch noch zu stoppen?
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
Suche
- Iran-Konflikt spitzt sich dramatisch zu
- Donald Trump "nicht glücklich": Iran soll auf Atomwaffen verzichten
- US-Militäreinsatz nicht mehr ausgeschlossen: "Manchmal muss man es machen..."
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich dramatisch. US-Präsident Donald Trump äußerte am 27. Februar deutliche Kritik am Verhalten Teherans bei den laufenden Atomverhandlungen. "Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten", erklärte der 79-Jährige in Washington. Die iranische Seite weigere sich, einen Verzicht auf Nuklearwaffen zuzusagen. Trump forderte die iranische Führung zu einem raschen Abschluss auf: "Sie sollten ein Abkommen abschließen, das wäre klug von ihnen." Und weiter: "Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht."
Iran soll auf Atomwaffen verzichten - Donald Trump schließt Militäreinsatz nicht mehr aus
Gleichzeitig schloss Trump einen Militäreinsatz nicht aus. Es wäre zwar besser, wenn ein solcher nicht erforderlich sei – "aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen", so der Präsident. Eine finale Entscheidung über das weitere Vorgehen sei allerdings noch nicht gefallen. Bereits Mitte Februar hatte Trump dem Iran eine Frist von zehn bis fünfzehn Tagen für eine Einigung gesetzt, wie die "Bild" schreibt. Dieses Ultimatum läuft Anfang März ab.
US-Präsident schickt größte US-Streitmacht seit dem Irak-Krieg 2003 in die Spur
Donald Trump untermauert seine Drohungen mit einer beispiellosen Militärpräsenz in der Region. Die Vereinigten Staaten haben ihre Streitkräfte im Nahen Osten auf das höchste Niveau seit dem Einmarsch in den Irak vor über zwei Jahrzehnten aufgestockt. Die USS Gerald R. Ford, mit 112.000 Tonnen der weltweit größte Flugzeugträger, befindet sich derzeit im östlichen Mittelmeer auf Kurs Richtung Haifa. An Bord befinden sich rund 4.500 Soldaten sowie bis zu 90 Kampfflugzeuge. Bereits seit Mitte Januar patrouilliert zudem die USS Abraham Lincoln in den Gewässern der Region.
Insgesamt haben die USA in den vergangenen Wochen mehr als 200 Kampfjets zusammengezogen. Zahlreiche Versorgungsflüge aus Europa und den Vereinigten Staaten transportierten zusätzlich Waffen, Munition und militärische Ausrüstung in das Krisengebiet.
Auswärtiges Amt warnt vor Israel-Reisen wegen drohender Iran-Eskalation
Die drohende Eskalation löst weltweit Sicherheitsmaßnahmen aus. Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für Israel deutlich verschärft und rät dringend von Aufenthalten im Land sowie in Ostjerusalem ab. Israel befinde sich weiterhin formal im Kriegszustand. Großbritannien hat sein diplomatisches Personal vorübergehend aus Teheran abgezogen. Die britische Botschaft arbeite jedoch aus der Ferne weiter, teilte das Außenministerium in London mit. Auch Frankreich und Polen warnten ihre Staatsbürger eindringlich vor Reisen in die Region.
Die US-Regierung genehmigte am Freitag (27.02.2026) die freiwillige Ausreise von Regierungspersonal und deren Familienangehörigen aus Israel. Hintergrund ist die Befürchtung, dass ein amerikanischer Angriff auf den Iran einen Gegenschlag gegen Israel provozieren könnte.
Wird im Iran weiter Uran angereichert? IAEA scheitert an Überprüfung
Die Internationale Atomenergiebehörde steht vor einem gravierenden Problem: Sie kann derzeit nicht bestätigen, ob der Iran seine Urananreicherung tatsächlich eingestellt hat. Teheran verweigert den Inspektoren den Zugang zu Atomanlagen, die während des zwölftägigen Krieges mit Israel im Juni 2025 beschädigt wurden. Laut einem vertraulichen IAEA-Bericht zeigen Satellitenaufnahmen regelmäßigen Fahrzeugverkehr am Eingang einer Tunnelanlage in Isfahan. Auch an den Standorten Natans und Fordow wurden Aktivitäten registriert. Ohne Vor-Ort-Inspektionen bleibe jedoch unklar, welche Arbeiten dort stattfinden und wie groß die Uranvorräte sind.
Neue Verhandlungsrunde am 2. März in Wien geplant
US-Außenminister Marco Rubio wird am 2. März 2026 nach Israel reisen, um regionale Prioritäten zu besprechen – darunter die Iran-Krise und Trumps Friedensplan für Gaza. Nach den jüngsten Gesprächen am 26. Februar treffen sich Vertreter beider Seiten zu Wochenbeginn erneut. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kündigte technische Verhandlungen in der österreichischen Hauptstadt an, wo die IAEA ihren Sitz hat.
Im Kern des Konflikts steht das iranische Nuklearprogramm. Washington will sicherstellen, dass Teheran keine Atomwaffen entwickelt. Die iranische Regierung weist solche Absichten zurück und signalisiert Bereitschaft, ihr Atomprogramm einzuschränken. Als Gegenleistung verlangt der Iran jedoch die Aufhebung der weitreichenden Wirtschaftssanktionen.
Passend zum Thema empfehlen wir diese Beiträge:
- Ex-Berater alarmiert wegen bedenklicher "Besessenheit" des US-Präsidenten
- Deutlich erkennbares Symptom lässt Gerüchte um "The Don" hochkochen
- "Schande für die Nation!" US-Präsident für Endlos-Gepolter in der Luft zerrissen
- US-Präsident bleiben "nur wenige Monate" laut ärztlicher Meinung
- "The Don" stürzt ins Bodenlose - Blamage ist nicht schönzureden
loc/news.de/dpa/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.