Abgeordneten-Diäten steigen kräftig: So viel kassieren Bundestagsmitglieder ab Juli mehr
Geldregen für Deutschlands Politikerinnen und Politiker: Die Bezüge der Bundestagsabgeordneten steigen im Juli auf einen neuen Rekordwert. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sahnt dabei gleich doppelt ab.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Bezüge für Abgeordnete steigen ab Juli 2026 kräftig
- Fast 500 Euro mehr - so viel Geld kassieren Bundestagsmitglieder bald pro Monat
- Doppeltes Gehalt für Julia Klöckner: Bundestagspräsidenten sahnt richtig ab
Die 630 Mitglieder des Deutschen Bundestags können sich ab dem Sommer auf eine spürbare Gehaltserhöhung einstellen. Zum 1. Juli 2026 steigen ihre monatlichen Bezüge der "Bild" zufolge um 4,2 Prozent, was einem Plus von 497 Euro entspricht. Damit klettern die steuerpflichtigen Diäten von derzeit 11.833,47 Euro auf rund 12.330 Euro – erstmals überschreiten sie die Marke von 12.000 Euro.
Mehr als 12.000 Euro pro Monat für Abgeordnete im Bundestag
Eine separate Abstimmung im Parlament ist nicht erforderlich. Die Anpassung erfolgt automatisch auf Basis des Nominallohnindex, der die allgemeine Lohnentwicklung in Deutschland abbildet. Das Statistische Bundesamt liefert die entsprechenden Daten zur Berechnung.
Bezüge für Bundestagsabgeordnete steigen zum dritten Mal in Folge kräftig
Bereits zum dritten Mal seit 2022 steigen die Abgeordnetenbezüge deutlich an. Im vergangenen Jahr betrug das Plus 5,4 Prozent, 2023 sogar sechs Prozent. Die Parlamentarier hatten zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode beschlossen, dass die Diäten während ihrer gesamten Mandatszeit automatisch der Lohnentwicklung folgen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner muss die Erhöhung lediglich als Drucksache veröffentlichen. Mit dieser Bekanntmachung tritt die Anpassung dann in Kraft – ein gesondertes Votum der Abgeordneten entfällt damit vollständig.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner kassiert doppelt
Apropos Julia Klöckner: Die CDU-Politikerin profitiert von der Erhöhung gleich zweifach. Als Bundestagspräsidentin erhält sie neben ihrer regulären Abgeordnetenentschädigung eine zweite Diät als Amtsgehalt. Ihre monatlichen Bezüge wachsen dadurch von aktuell 23.666,94 Euro um 994 Euro auf künftig 24.661 Euro. Auch die Vizepräsidenten des Bundestags gehen nicht leer aus. Ihnen steht eine halbe Diät als zusätzliches Amtsgehalt zu. Statt bisher 17.750 Euro fließen ab Juli 18.496 Euro monatlich auf ihre Konten – ein Zuwachs von 746 Euro.
Lukrative Pensionsansprüche für Bundestagsabgeordnete nach nur vier Jahren
Die Gehaltserhöhung wirkt sich auch auf die Altersversorgung der Parlamentarier aus. Für jedes Jahr im Bundestag erwerben sie einen Pensionsanspruch von 2,5 Prozent der aktuellen Diäten. Nach einer kompletten Legislaturperiode von vier Jahren summiert sich das auf zehn Prozent der Aktivenbezüge. Konkret bedeutet das: Die monatliche Pension steigt bei vier Mandatsjahren von bisher 1.183 Euro auf künftig 1.233 Euro. Ein bemerkenswerter Vergleich: Ein durchschnittlich verdienender Arbeitnehmer müsste für einen entsprechenden Rentenanspruch rund 30 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
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loc/news.de/stg
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