Putin-Sturz keine Lösung: Ukraine-Politiker fordert Zerschlagung des russischen Imperiums

Kyrylo Budanow fordert das Ende Russlands als Imperium. Der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros will Putins Reich in mehrere unabhängige Staaten zerschlagen. Dies sei das einzig sichere Szenario für die Ukraine.

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Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, will Wladimir Putins Reich zerschlagen. (Foto) Suche
Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, will Wladimir Putins Reich zerschlagen. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller

Seit dem Einmarsch von Wladimir Putins Truppen in die Ukraine im Februar 2022 ist die Frage, wann die Kämpfe endlich ein Ende finden werden, allgegenwärtig. In den vergangenen vier Jahren, die der Ukraine-Krieg bereits tobt, haben nicht nur mehr als eine Million Soldaten ihr Leben verloren, sondern auch unzählige unschuldige Zivilisten.

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Wladimir Putins Sturz keine Lösung für Ukraine-Krieg

Viele Beobachter halten Wladimir Putin für die treibende Kraft hinter dem Angriffskrieg und glauben deshalb, der Ukraine-Krieg würde enden, würde der Kremlchef seine Macht verlieren. Ein Trugschluss, findet der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros Kyrylo Budanow. Denn diese Meinung teilt der ukrainische Politiker nicht. In einem Interview mit dem arabischen Medium "Al Modon" erklärte er, dass er nicht der Meinung sei, ein Sturz Putins würde reichen, um die ukrainischen Interessen zu sichern.

Russland muss als Imperium aufhören zu existieren laut Kyrylo Budanow

Stattdessen formulierte Budanow eine deutlich radikalere Forderung: Russland müsse als Imperium verschwinden. Denn bisher habe ein Machtwechsel in Russland noch nie dessen grundlegendes Wesen verändert. "Regimewechsel in Russland haben sein Wesen nicht verändert. Unabhängig von seinem aktuellen Namen bleibt seine Kernideologie unverändert", betonte Budanov.

Ukraine-Politiker will Wladimir Putins Reich zerschlagen

Seine Lösung: Russland müsse in mehrere unabhängige Staaten zerschlagen werden und jeder dieser Staaten solle sich um das Wohlergehen seiner eigenen Bevölkerung kümmern. "Nur dann werden sich die Ukraine, Europa und die ganze Welt sicherer fühlen", so Budanow. Er begründete seine Einschätzung mit einem historischen Muster. Weder unter den Zaren noch während der Sowjetzeit noch in der Gegenwart hätten russische Herrscher jemals darauf abgezielt, die Lebensbedingungen ihrer Bürger zu verbessern. "Insgesamt unterscheidet sich die Politik des aktuellen russischen Präsidenten nicht wesentlich von der der Zaren- oder Sowjetära", erklärte der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros.

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