Donald Trump vor "State of the Union"-Rede: "The Don" am Abgrund - diese Zahlen sind nicht schönzureden

Donald Trump steht unmittelbar vor seiner diesjährigen Rede zur Lage der Nation - und erlebt im Vorfeld eine Demütigung an allen Fronten. In sämtlichen Umfragen fährt "The Don" rekordverdächtige Minus-Werte ein und steht am Abgrund.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump im freien Fall: Die aktuellen Umfragewerte kurz vor seiner Rede zur Lage der Nation kann "The Don" nicht schönreden. (Foto) Suche
Donald Trump im freien Fall: Die aktuellen Umfragewerte kurz vor seiner Rede zur Lage der Nation kann "The Don" nicht schönreden. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump hält Rede zur Lage der Nation
  • Umfragewerte für "The Don" immer verheerender
  • Absturz auf allen Ebenen: Wie tief kann Donald Trump in der Wählergunst noch sinken?

Am Abend des 24. Februar 2026 um Punkt 21.00 Uhr Ortszeit (03.00 MEZ am 25. Februar) wird es für Donald Trump in Washington ernst: Der US-Präsident wird vor beiden Kammern des US-Parlaments seine mit Spannung erwartete Rede zur Lage der Nation ("State of the Union") halten. In der Ansprache geben Präsidenten der Vereinigten Staaten alljährlich auch einen Ausblick auf den von ihnen angestrebten Kurs für die Vereinigten Staaten.

Donald Trump hält Rede zur Lage der Nation - welche Themen wird der US-Präsident ansprechen?

Wird Donald Trump über den Iran, den Gaza-Konflikt, den vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges oder die angespannte Situation in Venezuela sprechen oder "hausgemachten" Themen wie seinem umstrittenen Friedensrat und dem schwelenden Zoll-Streit aufs Tapet bringen? Spannend dürfte dabei werden, wie viel Aufmerksamkeit Trump welchem der zahlreichen Konflikte widmet. Häufig dominieren bei den Ansprachen allerdings auch innenpolitische Themen - gerade in Wahljahren wie 2026. Im November wird bei den Zwischenwahlen ("Midterms") neu über das Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat entschieden. Trumps Republikaner hoffen darauf, ihre knappen Mehrheiten in beiden Parlamentskammern zu verteidigen - auch wenn hinter den Kulissen dem Vernehmen nach bereits Panik bei Trumps Republikanern ausbrechen soll.

Verheerender Absturz in Umfragen: Donald Trump bricht Negativ-Rekorde am laufenden Band

Unmittelbar vor seiner Rede zur Lage der Nation und nur wenige Monate vor den US-Zwischenwahlen sieht es für Donald Trump aktuellen Umfragen zufolge eher düster als rosig aus. Jüngste Umfrage-Ergebnisse, die der CNN-Journalist und politische Analyst Harry Enten vorlegte, verdeutlichen das Ausmaß des tiefen Falls, den Donald Trump im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit erlebt hat. 

Auf die Frage, wie die Stimmung der US-Bevölkerung im Bezug auf Donald Trumps bisherige Amtsgeschäfte aussehe, legte sich Harry Enten unumwunden fest: Donald Trump ist "schwach, schwach und nochmal schwach". Besonders deutlich sei das im Vergleich zu den Umfragewerten zu erkennen, die Donald Trump während seiner ersten Amtszeit in den Jahren 2018, 2019 und 2020 vor seinen jeweiligen "State of the Union"-Ansprachen einfuhr. Bewegten sich Trumps Zustimmungswerte damals mit -15, -15 und -10 im moderaten negativen Bereich, landete der US-Präsident vor der Rede im Februar 2026 bei sagenhaften -27 Punkten. "Unterm Strich war Donald Trump niemals schwächer vor einer Rede zur Lage der Nation, als er es jetzt unserer CNN-Umfrage zufolge ist", fasste Harry Enten die Erhebung vom 17. bis 20. Februar 2026 zusammen.

Kein Präsident war unbeliebter: So stinkt Donald Trump gegen Bush und Obama ab

Grund zur Freude bietet auch der direkte Vergleich zwischen Donald Trump und seinen Amtsvorgängern im Weißen Haus nicht mal ansatzweise: "Donald Trump bricht nicht nur Negativrekorde im Vergleich mit sich selbst, sondern auch im Vergleich mit anderen Präsidenten", so Harry Enten zu den Umfrageergebnissen. Fielen die Beliebtheitswerte der US-Präsidenten George W. Bush und Barack Obama in deren jeweiliger zweiter Amtszeit um elf respektive 15 Punkte, fuhr Donald Trump mit -27 Zählern erneut einen ungeahnten Negativrekord ein. "Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu erkennen, dass -27 deutlich schlechter als -15 und -11 ist", gab Harry Enten zu bedenken. "Trump ist also nicht nur schwächer als je zuvor vor einer Rede zur Lage der Nation. Er ist schwächer als jeder andere Präsident in diesem Jahrhundert vor einer Rede zur Lage der Nation zu diesem Zeitpunkt seiner zweiten Amtszeit."

Donald Trump im ungebremsten Fall: Diese Zahlen kann "The Don" nicht schönreden

Das von Harry Enten vorgelegte Zahlenmaterial aus aktuellen Umfragen war damit jedoch noch nicht erschöpft: Bei US-Wahlberechtigten, die sich weder dem demokratischen noch dem republikanischen Lager zugehörig fühlen, sondern als unabhängige Wähler geführt werden, rauschte Donald Trumps Beliebtheit massiv in den Keller. Im Februar 2025, kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit, rangierte Trumps Beliebtheit in dieser Wählergruppe bei ernüchternden -11 Punkten, ein Jahr später, im Februar 2026, schien mit -47 Punkten eine negative Schallmauer durchbrochen.

In einer CNN-Erhebung, die sich um die Zufriedenheit der US-Bevölkerung mit Donald Trumps bisheriger zweiter Amtszeit drehte, erlebte "The Don" die nächste Bauchlandung: Nur noch 36 Prozent der Befragten signalisierten, mit der Arbeit des US-Präsidenten zufrieden zu sein. Dass der US-Republikaner in seinen Amtsgeschäften die richtigen Prioritäten setze, bejahten sogar nur magere 32 Prozent. Bei den unabhängigen Wählern rauschte die Zufriedenheit mit Trumps Arbeit auf 26 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent im Januar 2021 ab, noch drastischer fiel "The Don" in der Gunst der lateinamerikanischen Wählerschaft, die im Februar 2025 Trump noch zu 41 Prozent bejubelt hatte, während die Zustimmung aktuell bei ernüchternden 22 Prozent liegt.

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/news.de/dpa

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